Tierethik

Tiere sind keine Sachen. Es herrscht weitgehender Konsens darüber, dass wir ihnen moralische Rücksicht schulden. Aber was heißt das konkret? Sei es als Haus-, Nutz-, Begleit-, Labortier etc. überall scheinen sich andere moralische Verantwortlichkeiten zu ergeben. Tiere tauchen in so unterschiedlichen Rollen auf, dass es nicht möglich ist, mit einfachen Rezepten auf das komplexe Themenfeld zu reagieren.

Dabei bleibt eines gleich: Wir schulden leidensfähigen Tieren, egal ob Nutz- oder Labortier, partnerschaftliches Begleiter oder Schädling moralische Achtung. Darauf deuten sowohl unsere moralischen Intuitionen, sowie ethische Positionen wie die von Jeremy Bentham hin.

Bentham formulierte vor über 200 Jahren jenen Satz, der die Gemeinsamkeit von Mensch und Tier in moralischer Hinsicht herausstellt und die Tierethik seither prägt: Die Frage ist nicht, können sie denken oder können sie sprechen, sondern können sie leiden?

In den letzten 200 Jahren hat sich dieses moralische Bewusstsein, zumindest auf den ersten Blick, sedimentiert und wächst. Dieses Bewusstsein trifft in einer Welt, die sich ständig wandelt auf immer wieder neue Themen.

Deshalb ist es nicht so sehr die Frage, ob Tierschutz, sondern wie das fromme Bekenntnis zur Schutzwürdigkeit der Tiere mit Inhalt gefüllt werden kann. Was heißt es, einem Tier in seinem Eigenwert oder als Mitgeschöpf zu begegnen? Haben Tiere eine Würde?

Das Institut TTN hat zu Fragen der Tierethik und insbesondere der Ethik der Nutztierhaltung gearbeitet und lösungsorientierte Ansätze zum Thema entwickelt. Dabei steht insbesondere die Einbindung der Landwirte als „bottle-neck“ des Tierschutzes in der Landwirtschaft im Zentrum.

 


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Bild: © pixelio.de/Susanne Schmich