Gendiagnostik

Schwangerenbluttests zeigen Erbinformationen des Embryos

Der Zeit-Artikel berichtet über die von Gendiagnostikfirmen entwickelten Schwangerenbluttests, die es ermöglichen, ein detailliertes Bild der genetischen Informationen des Embryos zu bekommen und Erbkrankheiten wie Trisomie 21 zu diagnostizieren. Bald könnte der Test routinemäßig bei Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden. Die Unsicherheit bei der Deutung genetischer Abweichungen und damit der Vorhersage einer Erbkrankheit jedoch machen die Beratung werdender Eltern problematisch.

Das Genom - was verstehen wir wirklich?

Sind einzelne Gene die Ursache bestimmter menschlicher Eigenschaften? Joachim Müller-Jung stellt in seinem FAZ-Artikel die Frage, wie viel wir vom Genom wirklich wissen - und ob die Datenfluten, wie sie in neuen Projekten zur "Enzyklopädie des Erbguts" generiert werden, zu wirklichem Verständnis der Bedeutung der Gene beitragen. Es scheint, dass wir zwar in der Lage sind, immer mehr Details zu finden, die Herausforderung für die Biologie liegt aber im Verständnis ihres Zusammenwirkens - das weit komplexer ist, als wir zu Beginn der Genforschung dachten.

Gentests an Embryonen: Entwurf für Durchführung der PID

Bundesgesundheitsminister Bahr hat einen Referentenentwurf zur Durchführung der PID vorgelegt, deren Anwendung (unter engen Bedingungen) im November 2011 in Kraft trat. Der Referentenentwurf regelt die Zulassung der PID-Zentren, die Frage des behandelnden Personals sowohl die Zusammensetzung und Arbeit der Ethikkommissionen (4 Mediziner, 2 Vertreter von Patientenorganisationen, 1 Jurist, 1 Ethiker).

Der Ethiker Guido de Wert zur Genforschung

Im FAZ-Interview spricht der niederländische Ethiker Guido de Wert über Fragen der Gendiagnostik und deren mögliche Auswirkungen. Dabei plädiert er dafür, dass die Diagnose in erster Linie im Dienst des Patienten stehen sollte und deren Interessen sinnvoll gegen die Interessen der Forschung abgewogen werden sollten.

Joachim Müller-Jung zur Genomanalyse bei Ungeborenen

In seinem FAZ-Beitrag setzt sich Joachim Müller-Jung mit der Möglichkeit der vollständigen Genomanalyse bei Ungeborenen auseinander. Nach neuesten Forschungsergebnissen ist die diese allein mit Hilfe von Blut oder Speichel der Mutter möglich. Mit diesen neuen Möglichkeiten wächst allerdings zugleich die Gefahr der Überforderung, sowohl auf Seiten der Eltern als auch für den Arzt, was im Artikel aus bioethischer Perspektive diskutiert wird.

Schutz der Privatsphäre contra Prävention: das Dilemma der Gendiagnostik

Bei der Gendiagnostik von Erbkrankheiten kollidiert das Recht auf Wissen mit dem auf Nichtwissen. Die ärztliche Schweigepflicht erlaubt dem Arzt lediglich eine beratende Rolle. Überlegungen über den Umgang mit genetischem Wissen suchen nach neuen Wegen.

Sequenzierung von Erbgut als medizinischer Standard der Zukunft

Durch Sequenzierung des Erbgutes einer ganzen Familie  gelang es amerikanischen Forschern die genetischen Krankheiten der Kinder zu identifizieren. Sinkende Kosten und geringer Zeitbedarf des Analyseverfahrens verweisen auf die Erbgutsequenzierung als medizinischen Standard der Zukunft.

Richard Powers: "Von der Entzifferung meines Genoms habe ich gelernt, dass wir nicht das Produkt unserer Gene sind"

Im NZZ-Interview erzählt der US-amerikanische Schriftsteller Richard Powers über die Hintergründe seines neuesten Romans "Das größere Glück". Am Beispiel der Gentechnologie geht es in dem ersten "postgenomischen" Roman darum, wie komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse in Produkte umgewandelt und der Öffentlichkeit verkauft werden.

Regionalbischöfin Breit-Keßler sieht Übereinstimmung in bioethischen und umweltpolitischen Fragen mit den Grünen

Eine zweistündige Begegnung von Mitgliedern der Grünen-Landtagsfraktion und Vertretern der Kirchenleitung im Landeskirchenamt München erbrachte große Übereinstimmung, vor allem in den von Regionalbischöfin Breit-Keßler thematisierten Fragen der Gendiagnostik.

 
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