Umwelt – Ernährung – Landwirtschaft

Bundesagrarministerium betätigt: Fehlerhafte Betäubung bei Schlachtungen

Wie verschiedene Studien zeigen, versagt bei der Schlachtung von Schweinen und Rindern häufig die Betäubung. Die Tiere erlangen während der weiteren Schritte der Schlachtung oftmals erneut das Bewusstsein. Das Bundesagrarministerium betätigte nun entsprechende Berichte.

Studie der Universität Göttingen: Grüne Gentechnik hat positive Auswirkungen für indische Kleinbauern

Das Argument, der Einsatz von gentechnisch veränderten Saatgut habe horrende Konsequenzen für Kleinbauern in Indien, ist ein oft gehörtes in den Diskussionen über Grüne Gentechnik. Eine Studie der Universität Göttingen, durchgeführt von Martin Qaim und Jonas Kathage, hat sich nun im Zeitraum von 2002 bis 2008 die Auswirkungen von Grüner Gentechnik in Indien genauer angesehen. Ihr Fazit: Die Erträge und Gewinne der Kleinbauern stiegen.

Videorückblick auf Podiumsdiskussion über sozioökonomische Kriterien bei der Regulierung von Grüner Gentechnik

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, veranstaltet vom Center for Advanced Studies (CAS) der LMU München und dem Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN), sprachen Experten zur Rolle  sozioökonomischer Kriterien bei Beschränkungen oder Verboten des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen. Hier finden Sie einen kurzen Videobericht über die Veranstaltung. Zum Video klicken Sie auf "weiterlesen".

Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion finden Sie hier.

Konferenz: Den Hunger bekämpfen. Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung

Im vergangenen Jahr erarbeitete die Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« der Deutschen Bischofskonferenz eine Studie zum Thema globale Ernährungssicherung. Die Leitung des Projektes lag bei Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher und Dr. Nadine Reis. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen, die das Menschenrecht auf Nahrung gefährden. Auf der Konferenz »Den Hunger bekämpfen – Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung« werden die Ergebnisse der Studie am Dienstag, den 3. Juli 2012, von Fachleuten diskutiert.

Die Landwirtschaft als Projektionsfläche für unser Naturidyll

Die große Diskrepanz zwischen der modernen Agrarökonomie und unserer Sehnsucht nach dem Naturidyll ist Thema eines ausgesprochen lesenwerten Essays des Agrarwissenschaftlers Vinzent Börner, den dieser in Heft Nr. 24. der ZEIT veröffentlichte. Seine These: "In einer Gesellschaft, die in einem Ozean aus Technologie, Risiken, Entmystifizierung und undurchschaubaren globalen Zusammenhängen nach Orientierung sucht, kommt der Landwirtschaft damit die Rolle eines letzten Hafens der Gewissheit zu.

Aigner stellt sich gegen Lockerung des Gentechnik-Verbotes

Die Bundesagrarministerin Ilse Aigner will eine Lockerung des Gentechnik-Verbotes in der EU verhindern. Demnach soll die Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Lebensmittel aufgehoben werden und geringe Spuren gentechnisch veränderter Lebensmittel in "gentechnikfreien" Produkten erlaubt sein. Die Landwirtschaftsministerin stellt sich mit der Begründung, es gehe um Transparenz und Wahlfreiheit der Verbraucher gegen die Lebensmittelwirschaft und gegen ihren Koalitionspartner, die FDP.

Podcast von Bayern2: "Are we the world? Warum die Welt auch morgen noch hungern wird"

Der "Zündfunk Generator" auf Bayern2 widmete eine seiner Ausgaben dem Thema der Welternährung. Der Podcast der Sendung ist auf der Website des Bayerischen Rundfunks downloadbar bzw. online nachzuhören. [Dem Link weiter unten folgen und runterscrollen bis zur Sendung vom 25.3.]

Schädlingsbefall an transgenem Mais

Die bisherige Schädlingsresistenz gentechnisch veränderter Pflanzen scheint erstmals größere Lücken aufzuweisen. Grund dafür ist, dass der bekämpfte Maiswurzelbohrer eine Resistenz gegen das Toxin entwickelt, ein ähnliches Phänomen wie die allmähliche Antibiotikaresistenz von Keinem. Als Ursache für diese Entwicklung wird vor allem der häufige Anbau von Monokulturen genannt, in welchen der Käfer schnell Resistenzen entwickeln kann.

Philosophin Angela Kallhoff: Wann ist die Integrität einer Pflanze verletzt?

Univ.-Prof. Dr. Angela Kallhoff wurde letztes Jahr an die Universität Wien berufen und vertritt seit 1. August 2011 das Themenfeld der Ethik mit besonderer Berücksichtigung der angewandten Ethik in Forschung und Lehre am Institut für Philosophie. Einer ihrer Schwerpunkte betrifft die Frage nach dem moralischen Umgang mit der Umwelt. Ab wann ist beispielsweise die Integrität einer Pflanze verletzt? Am Mittwoch (23.5.) hält Kallhoff ihre Antrittsvorlesung.

Neuer Bericht des Club of Rome

Vierzig Jahre nach dem bekannten Bericht "Die Grenzen des Wachstums" des Club of Rome wurde nun der neue Bericht "2052" vorgestellt, der eine düstere Zukunftsprognose abgibt: Wenn es keinen grundlegenden Wandel hinsichtlich der Verschwendung von Ressourcen und dem Lebensstil gebe, so stünde das Überleben der Menschheit in Frage. Umstritten ist jedoch, wie die Prognose, insbesonere die Zahlen zur Weltbevölkerung betreffend, einzuschätzen ist.

 
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