Umwelt – Ernährung – Landwirtschaft

"Klassische" Pflanzenzucht mit Radioaktivität

Seit den 1930er Jahren stellt die radioaktive Strahlung eine gängige Möglichkeit zur Pflanzenzüchtung dar. Durch die künstlich gesteigerte Zahl der Mutationen lassen sich deutlich mehr Sorten erzeugen als über den natürlichen Evolutionsprozess hervorgebracht würden. Vor allem beim Bedarf nach gezielter Veränderung einzelner Gene stellt die Gentechnik heute jedoch ein geeigneteres Zuchtverfahren dar.

Neuer Virus in europäischen Ställen

Der sogenannte Schmallenberg-Virus hält derzeit zahlreiche Bauern in Atem. In den betroffenen Betrieben kommt etwa jedes fünfte Lamm fehlgebildet oder tot zur Welt. Die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes wird vorbeitet, offiziellen Einschätzungen zu Folge wird eine Gefährung für den Menschen jedoch als unwahrscheinlich betrachtet.

BioÖkonomieRat empfiehlt Überprüfung der Subventionen für Bioenergie

Der Ausbau der Bioenergie im Zuge der Energiewende sollte sich nach Einschätzung des BioÖkonomieRats der Bundesregierung stärker an Kriterien der Wirtschaftlichkeit orientieren und der Ernährungssicherung Priorität einräumen.

Meer ohne Leben

Forscher der ETH Zürich befürchten aufgrund einer Langzeitstudie, dass die zunehmende Erderwärmung große Teile der Weltmeere zu sauerstofflosen Zonen verwandeln könnte, in denen Leben nicht möglich ist.

Ökosystemwandel durch Klimawandel

Ein großes Team europäischer Forscher hat in der Zeitschrift "Nature Climate Change" zwei kontinentweite Studien veröffentlicht, in denen einige der fatalen Auswirkungen des Klimawandels auf unser ökologisches System aufgezeigt werden. 

Gleichzeitig teilte das Bundesumweltministerium am Montag mit, dass die deutschen Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 25 Prozent gesunken sind. 

Grüne Gentechnik: BASF verlagert Forschungsschwerpunkt in die USA - Berichte und Kommentare

Der Chemiekonzern BASF trägt den anhaltenden Protesten und der gesellschaftlichen Abneigung gegenüber Grüner Gentechnik Rechnung: Das Unternehmen stoppt die Entwicklungen am landwirtschaftlichen Forschungszentrum in der Nähe von Ludwigshafen und verlagert den Forschungsschwerpunkt in die USA. Der BASF-Vorstand verwies u.a. darauf, dass das Bundesverfassungsgericht die grüne Gentechnik als Hochrisikotechnologie einstufe. Eine kurze Schau durch die Zeitungs- und Bloglandschaft.

Antibiotikaresistente Keime im Hähnchenfleisch

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des BUND stellte Erschreckendes fest: In Stichproben von Hähnchenfleisch, das im Dezember 2011 in Supermärkten verkauft wurde, fanden sich Keime, die gegenüber Antibiotika resistent sind. Diese Erreger können vor allem für Menschen mit schwachen Immunsystem oder Patienten auf Intensivstationen zur Gefahr werden, wenn das Fleisch nicht richtig durcherhitzt wird. Als Ursache für wird eine zu häufige und unsachgemäße Anwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung vermutet.

Neuerscheinung: Grüne Gentechnik: Zwischen Forschungsfreiheit und Anwendungsrisiko

Der gesellschaftliche Stellenwert wissenschaftlicher Expertise stand im Zentrum einer BMBF Klausurwoche zum Thema "Grüne Gentechnik - Zwischen Forschungsfreiheit und Anwendungsrisiko", zu der das Institut TTN an der Ludwigs-Maximilians-Universität im vergangenen Jahr einlud. Die Beiträge sind nun in einem Sammelband bei Nomos erschienen.

Grüne Gentechnik: Zwischen Forschungsfreiheit und Anwendungsrisiko

Autor: 
Ino Augsberg, Barbara Brandl, Inge Broer, Jobst Conrad, Christian Dürnberger, Sabine Gerber-Hirt, Daniel Gregorowius, Herwig Grimm, Jürgen Hampel, Martin Knapp, Moritz Menacher, Rolf Meyer, Sebastian Kristoffer Mielke, Thorsten Moos, Annette Noschka-Roos, Steffi Ober, Thomas Ott, Christian Prasch, Stefan Rauschen, Stephan Schleissing, Thomas Schwabenbauer, Axel Siegemund, Juliana Veit, Torsten Wilholt.

Der gesellschaftliche Stellenwert wissenschaftlicher Expertise stand im Zentrum einer Klausurtagung, zu der das Institut TTN an der Ludwigs-Maximilians-Universität einlud. Die hier dokumentierten Beiträge nehmen den politischen Streit um die Freisetzung und Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen zum Anlass, Funktion und Grenzen der Wissenschaftsfreiheit zu diskutieren.

Verlag: 
Nomos
Erscheinungsjahr: 
2012
ISBN Nr.: 
978-3-8329-6970-7

Rückblick auf die Tagung „Natur – Norm und Narration in der Landwirtschaft“

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Landwirtschaft zwischen Idyll und Dystopie – Grüne Gentechnik als Projektionsfläche von Naturbildern“ des Center for Advanced Studies (CAS) der LMU und des Instituts TTN traf sich am 25. November 2011 in der KHG München ein Kreis von Wissenschaftlern zu einem Workshop.

 
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