Umwelt – Ernährung – Landwirtschaft

Amflora-Kartoffel: Ernte hat begonnen

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle (FDP) holte gestern die ersten Knollen der Amflora-Kartoffel auf einem Feld nahe Zepkow (Müritzkreis/ Mecklenburg-Vorpommern) aus der Erde. BASF Plant Science hatte die Ausaat im April dieses Jahres begonnen. Gegner des Anbaus dieser gentechnisch veränderten Kartoffel-Sorte argumentieren, dass die Auswirkungen des Anbaus, sowie des Verzehrs von Produktionsrückständen durch Nutztiere noch nicht genug untersucht sind.

Forschung an "Biokohle": Gut fürs Klima und höhere Ernteerträge?

Weltweit laufen gerade Großversuche mit "Biokohle". Was aber ist das eigentlich? Und welche Fortschritte erhofft man sich durch die Forschungsarbeiten? Unter Biokohle versteht man die aus organischen Abfällen produzierte Kohle. Arbeitet man diese in Böden ein, soll sie die Fruchtbarkeit und damit die Ernte steigern. Neben diesen bodenverbessernden Eigenschaften soll sie auch klimafreundlich sein, indem sie den pflanzlichen Kohlenstoff im Boden speichert, der sonst in die Atmosphäre gelangt.

Hans-Georg Dederer über die Nationalisierung der Gentechnik-Anbauentscheidungen

Die Kommission der Europäischen Union hat am 13. Juli 2010 Änderungen der Rechtsvorschriften zur Grünen Gentechnik beschlossen. Danach sollen die Mitgliedsstaaten den Anbau EU-weit zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten können. "Biosicherheit" sprach mit Prof. Dr. Hans-Georg Dederer von der Juristischen Fakultät der Universität Passau über diese neue Verordnung: "Der Schwarze Peter wird den Mitgliedsstaaten zugeschoben."

Studie der Universität San Diego: Geringere Reisernten durch Klimawandel zu befürchten

Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Erde: Rund drei Milliarden Menschen essen täglich Reis. Ein Rückgang der Reisernte würde dabei vor allem Menschen in ärmeren Ländern treffen. Laut Forschern der kalifornischen Universität San Diego ist dies zu befürchten: Der Klimawandel könnte die Reiserträge verringern. Der Reis, so die Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS, kann nur bedingt mit den erhöhten Temperaturen umgehen.

Tropischer Regenwald am Amazonas: Abholzung um die Hälfte zurückgegangen

Laut Brasiliens Umweltministerin Izabela Teixeira sind vergangenes Jahr ca. 1.800 Quadratkilometer Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet abgeholzt worden. Damit ist die Abholzung am Amazonas um die Hälfte zurückgegangen.

Psychologie: Fördert Biokonsum unoziales Verhalten?

Offenbar fördert der Konsum von biologisch angebauten Nahrungsmitteln kurzzeitig unsoziales Verhalten bei den Verbrauchern. Dies belegt eine kürzlich vorgelegte Studie aus dem Fachjournal Psychological Science. Die spannende Frage ist jedoch: Hat dieser Befund Konsequenzen?

Infografik: Wasserverbrauch der Deutschen

Laut Vereinten Nationen gilt Wasser nun als Menschenrecht. Während in vielen Regionen der Welt Knappheit dieser wertvollen Ressource herrscht, werden in Deutschland jährlich große Mengen benötigt: Wie viel Wasser verbrauchen die Deutschen? Die "Zeit" bringt eine Infografik zum Thema.

Biodiversität in den Ozeanen: Census of Marine Life zählt 230 000 Arten in den Meeren

Die Wissenschaftler Census of Marine Life haben nach der bisher größten Volkszählung der Ozeane eine erste Bilanz gezogen: Rund 230.000 Arten leben in den Meeren (vom Einzeller bis zum Blauwal.) Wie sehr der Lebensraum "Meer" dabei bedroht ist, thematisiert in dieser Woche u.a. ein Artikel in der NZZ: "Immer mehr Todeszonen in den Ozeanen".

Spezialausgabe "Nature": Die Rolle der Wissenschaft für die Welternährung

In einer Spezialausgabe geht das Wissenschaftsmagazin "Nature" der Frage nach: "Can science feed the world?". Mit Schwerpunkten zur Rolle der Landwirtschaft in der Zukunft und Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik. Welche Rolle hat  die Wissenschaft im Kontext der Welternährung zu spielen?

 
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