Umwelt – Ernährung – Landwirtschaft

TTN edition: Leben konstruieren? Deutungsmuster Synthetischer Biologie

Ausgabe 1 - 2015 der digitalen Publikationsreihe TTN edition widmet sich dem Themenfeld der Synthetischen Biologie. Der Band unternimmt den Versuch, mit Beiträgen von Nachwuchsforschern aus Ethik, Theologie und Philosophie wesentliche Elemente des entsprechenden Diskurses abzubilden und ausgewählte Fragestellungen der Debatte zu behandeln. Herausgegeben wurde der Band von Stefanie Herresthal und Tobias Graßmann.

Der Mensch-Natur-Zusammenhang neu gedacht: Müssen wir unsere Idee vom Artenschutz grundlegend revidieren?

Der britische Ökologe Chris Thomas schlägt eine Revision umweltpolitischer und umweltethischer Grundannahmen vor. Statt weiterhin einen konservativ ausgerichteten Umweltschutz zu betreiben, sollten wir die natüriche Dynamik nutzen und ihr eine positive Ausrichtung geben, indem wir unsere Umwelt aktiv und kreativ gestalten.

GV-Pflanzen sind nicht mehr von traditionellen Züchtungsprodukten zu unterscheiden - was bedeutet das für die Ethik?

Gentechnisch veränderte Pflanzen der zweiten Generation können exakt bestimmte Orte im Erbgut anzusteuern und die Erbinformation punktgenau verändern. So lassen sich Pflanzen erzeugen, deren Inhaltstoffe gesünder sind oder Umwelteinflüssen wie Hitze, Trockenheit oder Salzstress besser trotzen können.

Effektive Nahrungsproduktion: Wovon werden wir in Zukunft leben?

Kann unsere Erde die erwarteten 10 Millarden Menschen, die sie im Jahr 2050 bevölkern werden überhaupt ernähren? Diese Frage haben das Politikberatungs-Netzwerk agripol und der Ernährungswissenschaftler Toni Maier (Univ. Halle) im Auftrag des WWF untersucht und sind zu einem positiven Ergebnis gekommen - wenn auch mit Einschränkungen...

Wissenschaftsakademien nehmen Stellung zur Grünen Gentechnik

Neuartige Methoden der Pflanzenzüchtung auf Basis molekulargenetischer Verfahren ermöglichen die Anpassung des Erbguts von Kulturpflanzen an bestimmte Anbaubedingungen und an die Nachfrage. Die resultierenden Sorten lassen sich mitunter nicht mehr von durch konventionelle Züchtung gewonnenen Pflanzen unterscheiden. Soweit molekulargenetisch neuartig gezüchtete Sorten gleichwohl allein wegen des angewandten Verfahrens unter das deutsche Gentechnikgesetz fallen sollten, hat dies zur Folge, dass die gegenwärtige Regulierung in solchen Fällen inkonsistent ist.

ZEIT-Forum der Wissenschaft: Diskussionsrunde zu Tierschutzstandards in der Landwirtschaft

Anlässlich des aktuellen Gutachtens "Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung" veranstaltete das ZEIT-Forum Wissenschaft am 24.03.2015 eine Gesprächsrunde mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Landwirtschaft. Die zentrale Fragestellung nach der Vereinbarkeit von agrarökonomischen Überlegungen und gestiegenen normativen Ansprüchen der Gesellschaft wird bereits im Titel "In Grund und Boden - Welche Landwirtschaft wollen wir?" deutlich, wobei das Tierwohl im Mittelpunkt stand.

Grüne Gentechnik: Nationale Anbauverbote in der Kritik

Seit Mitte Januar haben die Mitgliedsstaaten die Möglichkeit den Anbau von EU-weit zugelassenen gentechnisch veränderten Plfanzen (GVO) auf nationaler Ebene zu beschränken. Obwohl die Forschung von etwaigen Verboten ausgenommen werden soll, sehen Wissenschaftler auch die Bedingungen für notwendige Risikountersuchungen im Bereich der grünen Biotechnologie in Gefahr. Außerdem würden neue Verfahren, die auf der Verwendung genetischen Materials alter Kultursorten basieren, im Keim erstickt.

Kinotipp: Landwirtschaft auf der Leinwand

Der dänische Landwirt Niels Stokholm führt seinen Betrieb nach biologisch-dynamischen Grundsätzen. Mit ihrem Dokumentarfilm "Viel Gutes erwartet uns" vermittelt die Filmemacherin Phie Ambo Einblicke in das Leben von Menschen und Tieren im bäuerlichen Familienbetrieb und zeigt dabei die ökonomischen Chancen, aber auch die Probleme der biologischen Landwirtschaft. Der Film läuft seit dem 19. März in den deutschen Kinos.

Tagungsbericht: Biopatente - Blockade oder Anreiz für Innovation und Biodiversität?

Sind Patente auf Saatgut ein notwendiger Anreiz für Investitionen in die moderne Pflanzenzüchtung? Oder wirken die Schutzrechte wie Privilegien, die Innovationen blockieren? Wie wirken sich so genannte Biopatente auf die idealerweise hohe Diversität pflanzengenetischer Ressourcen aus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung „Biopatente – Saatgut als Ware und als öffentliches Gut“, die als Kooperationsveranstaltung des Instituts TTN und der Evangelischen Akademie Tutzing am 2. und 3.

Blogprojekt: Ethik im Diskurs

In Kooperation mit der Website theologie-naturwissenschaften.de startet das Institut TTN ein Blogprojekt, in dessen Rahmen vier verschiedene ethische Themenstellungen in den kommenden Monaten schwerpunktmäßig diskutiert werden:

 
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