Medizin – und Bioethik

Medizin: Der Placeboeffekt soll stärker genutzt werden

Wie der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer erklärte, sollen künftig die Ergebnisse aus der Placeboforschung breitere Anwendung in der medizinischen Praxis finden. Notwendig für die Umsetzung scheint allerdings eine Arzt-Patienten-Beziehung zu sein, die stärker als bisher von Vertrauen, Fürsorge und Empathie geprägt ist.

Grüne Gentechnik: Steht ein Kontrollverlust über wilde transgene Pflanzen bevor?

In den USA wurden erstmals Polulationen von gentechisch verändertem Raps festgestellt, die weit entfernt vom Aussähungsort wild wuchsen. Nun wächst die Angst vor einer unkontrollierbarn Ausbreitung der herbizitresistenten Pflanzen.

Palliativmediziner Michael de Ridder: Plädoyer für ärztliche Beihilfe zum Suizid

In der "Zeit" trägt Michael de Ridder ein Plädoyer für die ärztliche Beihilfe zum Suizid vor. De Ridder ist Facharzt für innere Medizin und Chefarzt der Rettungsstelle des Klinikums Am Urban in Berlin. Er ist Vorsitzender der Hans-Joachim-und-Käthe-Stein- Stiftung für Palliativmedizin.

Präimplantationsdiagnostik: Wer übernimmt die Kosten?

In seinem Blog auf FAZ.de stellt Oliver Tolmein die Frage, wer denn die Kosten für die nicht mehr als strafbar angesehenen Präimplantationsdiagnostik übernimmt.

Präimplantationsdiagnostik (PID): Inwieweit führt ein Gendefekt zu einer Krankheit?

Im Zuge des Urteils des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik wird intensiv darüber diskutiert, inwieweit ein Gendefekt tatsächlich zu einer Krankheit führt. Bis vor kurzem war die PID hierzulande verbiten. Nun steht diese Methode den Ärzten offen, wenn die Eltern die Veranlagung für eine schwere, erbliche Krankheit in sich tragen: Wenige Tage nach der künstlichen Befruchtung werden dem Embryo ein oder zwei Zellen entnommen.

Braucht Deutschland ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz?

Das BGH-Urteil zur Präimplantationsdiagnostik (PID) hat weitreichende Konsequenzen für das gesellschaftliche Verständnis von Kinderwunsch und Familie, aber auch Krankheit und Behinderung. Kann ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz hier weiterhelfen? Wo die einen die Autonomie der Eltern gestärkt sehen befürworten andere eine Normalisierung der Selektion von Kindern. Untenstehend finden Sie zwei Positionen von Martin Spiewak (DIE ZEIT) und Christian Geyer (FAZ).

PID nicht strafbar, wenn sie zur Herbeiführung einer Schwangerschaft eingesetzt wird

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 6. Juli 2010 die Durchführung von Gentests bei extrakorporal hergestellten Embryonen als zulässig festgestellt. Damit ist klar, dass die Untersuchung von Embryonen auf Erbrankheiten außerhalb des Mutterleibs, die sogenannte Präimplantationsdiagnostik, nicht grundsätzlich gegen das Embryonenschutzgesetz (s.u.) verstößt.

BGH stärkt Patientenwillen im Sterbeprozess

Der Bundesgerichtshof hat in einem Grundsatzurteil des 2. Strafsenats vom 25. Juni 2010 das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben gestärkt und den Münchner Rechtsanwalt Wolfgang Putz vom Vorwurf des versuchten Todschlags freigesprochen. Das Urteil bringt Klarheit besonders für die Ärzte im Umgang mit einem auch nur mündlich geäußerten Patientenwillen im Sterbeprozess. Demnach dürfen diese auch dann lebensverlängernde Maßnahmen abbrechen, wenn der unmittelbare Sterbevorgang noch nicht begonnen hat.

Ein Menschenrecht auf ein Kind? - Die ethischen Fragen der Fortpflanzungsmedizin

In Deutschland soll es 1,5 Millionen Wunscheltern geben. Ein Urteil aus Straßburg besagt nun, dass kinderlose Paare in Europa zukünftig für ihre Familienplanung fremde Eizellen nutzen dürfen. Erneut zeigt sich: Die technischen Innovationen der Fortpflanzungsmedizin bringen eine Reihe an neuen Fragen mit sich, die nicht nur die Gerichte beschäftigen, sondern auch eine ethische Reflexion erordern. Im "Freitag" geht Ulrike Baureithel den Fragen nach einer Liberalisierung in der fortpflanzungsmedizinischen Praxis nach.

Stammzellforscher gehen gegen dubiosen Stammzellfirmen und unseriöse Angebote vor

Stammzellforscher wollen nun gegen den weltweiten Wildwuchs von dubiosen Stammzellfirmen offensiv vorgehen: Die "International Society for Stem Cell Research" (ISSCR) kritisiert die Zunahme an unseriösen Angeboten von diversen Stammzellfirmen und hat nun ein Handbuch für Patienten und ihre Angehörigen herausgegeben: A closer look at stem cell treatments.

 
Inhalt abgleichen