Medizin – und Bioethik

Therapieziel Lebensqualität!?

Datum: 
19. November 2010 (All day) - 21. November 2010 (All day)
Ort: 
Evangelische Tagungsstätte Wildbad, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Taubertalweg 42

Die Möglichkeiten der Medizin, Leben zu retten und zu erhalten, haben seit einigen Jahrzehnten immens zugenommen und wachsen ständig weiter. Vielen schwer Unfallverletzten oder anders lebensbedrohlich Erkrankten kann damit geholfen und wertvolle weitere Lebenszeit geschenkt werden. Es stellen sich aber auch zunehmend Fragen: Dient jede Lebensverlängerung dem Wohl der betroffenen Patientin bzw. des betroffenen Patienten oder gibt es Grenzen, an denen Nutzen in Schaden umschlägt? An welchen Maßstäben gemessen ist etwas nützlich oder schädlich?

Personalisierte Medizin in der Debatte

Die Süddeutsche Zeitung berichtet von den kontrovers geführen interdisziplinären "„Cadenabbia-Gespräche“ der Konrad-Adenauer-Stiftung über die Entwicklungen der Personalisierten Medizin.

Hirntod: Neue Debatte

Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse lässt sich die bislang geltende biologische Hirntoddefinition nicht mehr aufrechterhalten. Die Annahme, dass Hirntote keine somatische Integration mehr zeigen, hat sich als falsch erwiesen. Damit wird aber auch die gängige Praxis der Organspende fraglich.

Erfolgreiche Gentherapie bei β-Thalassämie

Ein internationales Team berichtet im Journal "Nature" davon, dass ein Mann mit der erblichen Blutkrankheit β-Thalassämie erfolgreich mit einer Gentherapie behandelt worden ist.

Neuerscheinung: Die Rolle von Religion, Kirche und Theologie in Diskursen der Bioethik

Die Bedeutung von Religion in bioethischen Diskursen hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. Ein im Sommer 2010 im Verlag de Gruyter erschienener Sammelband, der von dem Münchner Theologen Friedemann Voigt herausgeben wird, untersucht die Verflechtungen von Religion und Bioethik im interreligiösen und internationalen Vergleich. Es geht um den Einfluss, den die Kirchen und religiöse Akteure auf politische Entscheidungsprozesse nehmen sowie um die religiöse Prägung von Mentalitäten, Argumentationen und Begriffe.

Wie umgehen mit Patientenverfügungen von psychisch kranken Menschen?

Das neue Patientenverfügungsgesetz dreht sich - mit Blick vor allem auf Komapatienten, Krebskranke und Demente - um die Frage, unter welchen Bedingungen lebenserhaltende Therapien beendet werden dürfen. Aber auch psychische Kranke können sich auf das Gesetz berufen - und bringen damit Ärzte in Gewissensnöte.

Michael Zichy auf dem Kongress "International Society of Oncology and BioMarkers" über ethische Aspekte der Personalisierten Medizin

Dr. Michael Zichy sprach am 6. September in einem Plenarvortrag am 38. Kongress der International Society of Oncology and BioMarkers (ISOBM) am Klinikum Großhadern in München über ethische Aspekte der Personalisierten Medizin.

Deutscher Ethikrat nimmt Beratungen zu Fragen der Reproduktionsmedizin auf

Am 23. Juli 2010 hat der Deutsche Ethikrat seine Beratungen zu Fragen der Reproduktionsmedizin aufgenommen. Impulsreferate von Jochen Taupitz und Regine Kollek zu rechtlichen und medizinischen Aspekten neuer Entwicklungen im Bereich der Reproduktionsmedizin bildeten den Auftakt der Diskussionen, die in eine Stellungnahme des Rates münden sollen.

US-Richter stoppt die Förderung von embryonalen Stammzellen

Ein US-Bezirksgericht hat die von Präsident Barack Obama ermöglichte staatliche Förderung der Stammzellforschung mit menschlichen Embryonen vorläufig unterbunden. Die Verfügung des Präsidenten verstoße gegen ein Gesetz, das der Kongress 1996 verabschiedet hatte. Eine christliche Organisation darf nun ihre Bedenken gegen Obamas Forschungspolitik vor Gericht bringen.

Thomas Metzinger über die Ethik in Zeiten der Neurowissenschaft

Die Fortschritte der Hirnforschung stellen die alte moralphilosophische Frage "Was soll ich tun?" in einem neuen Licht. Thomas Metzinger skizziert die Umrisse einer neuen Ethik (einer "Bewusstseinsethik") für das Zeitalter der Neurowissenschaften.

 
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