Grüne Gentechnik

Hans-Georg Dederer über die Nationalisierung der Gentechnik-Anbauentscheidungen

Die Kommission der Europäischen Union hat am 13. Juli 2010 Änderungen der Rechtsvorschriften zur Grünen Gentechnik beschlossen. Danach sollen die Mitgliedsstaaten den Anbau EU-weit zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten können. "Biosicherheit" sprach mit Prof. Dr. Hans-Georg Dederer von der Juristischen Fakultät der Universität Passau über diese neue Verordnung: "Der Schwarze Peter wird den Mitgliedsstaaten zugeschoben."

Studie der Universität San Diego: Geringere Reisernten durch Klimawandel zu befürchten

Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Erde: Rund drei Milliarden Menschen essen täglich Reis. Ein Rückgang der Reisernte würde dabei vor allem Menschen in ärmeren Ländern treffen. Laut Forschern der kalifornischen Universität San Diego ist dies zu befürchten: Der Klimawandel könnte die Reiserträge verringern. Der Reis, so die Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS, kann nur bedingt mit den erhöhten Temperaturen umgehen.

Grüne Gentechnik: Steht ein Kontrollverlust über wilde transgene Pflanzen bevor?

In den USA wurden erstmals Polulationen von gentechisch verändertem Raps festgestellt, die weit entfernt vom Aussähungsort wild wuchsen. Nun wächst die Angst vor einer unkontrollierbarn Ausbreitung der herbizitresistenten Pflanzen.

Spezialausgabe "Nature": Die Rolle der Wissenschaft für die Welternährung

In einer Spezialausgabe geht das Wissenschaftsmagazin "Nature" der Frage nach: "Can science feed the world?". Mit Schwerpunkten zur Rolle der Landwirtschaft in der Zukunft und Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik. Welche Rolle hat  die Wissenschaft im Kontext der Welternährung zu spielen?

Gentechnik in Lebensmitteln: Diskussion über (Positiv)Kennzeichnung in Deutschland

Seit Jahren wird darüber diskutiert, die Kennzeichnung von Gentechnik in Lebensmitteln auszuweiten. Dann, so Experten, würde vielen erst klar werden, dass sie täglich Produkte auf ihrem Teller haben, bei denen Gentechnik im Spiel ist. Der maltesische EU-Kommissar für Verbraucherschutz hat  eine derartige Prozesskennzeichnung (bzw. Positivkennzeichnung) erst kürzlich abgelehnt.

Grüne Gentechnik: Erster Angriff auf das private Umfeld eines Forschers in der Schweiz

In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Gentechnik-Gegner Felder mit GVO stürmten und die eingesetzten Pflanzen ausrissen. Nun aber wurde in der Schweiz zum ersten Mal das private Umfeld eines Wissenschaftlers attackiert: Das Haus eines ETH-Professors, der an der Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen beteiligt ist, wurde Ende Juni mit grüner Farbe besprüht. Die Botschaft lautete "NO GMO". Darüber hinaus war das Auto seiner Frau mit Lackentferner und das Moped seiner Tochter mit Klebstoff übergossen.

Patente auf Pflanzen: Plant Bioscience streitet um Patent auf Brokkoli-Sorte

Die Frage wird seit langem intensiv diskutiert: Dürfen Unternehmen Pflanzen patentieren lassen? Gegenwärtig herrscht innerhalb der EU ob etwas schwammiger Formulierungen Rechtsunsicherheit zum Thema des Patents bei Pflanzenzüchtungen. Patente auf Saatgut und Pflanzensorten sind verboten, Patente auf technische Züchtungsverfahren (die sich wesentlich von biologischen Prozessen unterscheiden) sind allerdings erlaubt.

EU-Kommission zu Grüner Gentechnik: Mitgliedsstaaten dürfen über Anbau selbst entscheiden

Die Kommission der Europäischen Union hat am 13. Juli 2010 Änderungen der Rechtsvorschriften zur Grünen Gentechnik beschlossen. Danach sollen die Mitgliedsstaaten den Anbau EU-weit zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten können. Nun müssen noch EU-Parlament und Ministerrat zustimmen.

Grüne Gentechnik Studie der Universität Zürich: Wesentlich geringere Ernte im Feldversuch

Forscher der Universität Zürich untersuchten Möglichkeiten der gentechnischen Veränderung von Weizen, um ihn gegen den Mehltau-Pilz resistent zu machen. Hierzu muss das Erbmaterial  nur um ein einziges Gen ergänzt werden. Hinsichtlich des Ernteertrages zeigte sich dabei Erstaunliches: Im Treibhaus konnte der Ertrag verdoppelt werden. Am freien Feld hingegen war das Resultat umgekehrt: Die Resistenz gegen den Pilz war zwar auch hier wirksam, trotzdem war die Ernte weit geringer.

Ziele der Agrarwissenschaft: Reinhard Hüttl und Urs Niggli im Gespräch

Seit 1990 wurde jede dritte Agrarwissenschaftlerstelle abgebaut. Nun folgt die Kehrtwende. Durch Themen wie Klimawandel, Welthunger und Energie aus Biomasse gewinnt die Agrarforschung stark an Bedeutung. Aus diesen Gründen hat die Regierung angekündigt, bis Ende 2010 ein Forschungsprogramm für die Agrarier zu formulieren und zu finanzieren. Aber mit welchen Zielen? In der "Zeit" diskutierten zu diesem Thema zwei Kontrahenten: Reinhard F.

 
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