Medizin – und Bioethik

Der Embryo in der Petrischale. Präimplantationsdiagnostik und Kinderwunsch

Datum: 
19. Mai 2011 - 19:00
Ort: 
Evangelische Stadtakademie München

Lange Zeit galt die Präimplantationsdiagnostik (PID) als unvereinbar mit dem deutschen Embryonenschutzgesetz. Seitdem jedoch der Bundesgerichtshof im Juli 2010 die Durchführung einer PID für straffrei erklärte, hält die Diskussion darüber an, ob Embryonen mit schweren genetischen Schäden verworfen werden dürfen: Bedeutet die Realisierung eines Kinderwunsches mit PID immer auch ein Umwelturteil über behindertes Leben?

Ethikrat berät zum Thema "Synthetische Biologie"

In dieser Woche berät der Nationale Ethikrat über eine Kurzstellungnahme zum Thema "Synthetische Biologie". Bei ihr geht es um die Herstellung künstlicher Gene und neuer Zusammensetzung dieser; es geht um "verbessertes Design von Stoffwechselprozessen". Die Synthetische Biologie ist bisher auf Experimente beschränkt. 

Malaria-Medikament künstlich hergestellt

Einen Meilenstein in der Versorgung von Malariakranken könnte die kürzlich vorgestellte Forschung zweier deutscher Wissenschafler sein. Bislang wurde der Wirkstoff Artemisinin in einem aufwändigen Verfahren aus einjährigem Beifuss gewonnen. Durch die neue Methode könnte das Medikament von nun an wesentlich effektiver hergestellt werden.

Interview mit Karl Lauterbach über die Schädlichkeit von Vitaminpillen

In einem Spiegelinterview weist Karl Lauterbach auf die Schädlichkeit von Vitaminpillen hin. Es müsse viel mehr Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft darüber geleistet werden.

Ist Alzheimer übertragbar?

Neue Forschungen in der Alzheimer-Forschung gehen dem Verdacht nach, dass die Krankheit durch infektiöse Eweißmoleküle ausgelöst werden kann. Sollte sich dies bestätigen, so würde das Gesundheitssystem vor völlig neue Herausforderungen gestellt werden, beispielsweise wäre die Sicherheit von Bluttransfusionen in Frage gestellt.

Blogbeitrag: Evolutionsbiologie und freier Wille

Nils Cordes ist Entomologe an der Universität Bielefeld und arbeitet zurzeit an seiner Promotion zum Verhalten von Wachsmotten. In seinem Blog "Evolvimus" stellt er sich die Frage, was Evolutionsbiologen sinnvoll zur Debatte um den freien Willen beizutragen haben.

Licht gegen Plaque?

Ein Team von Ingenieuren und Materialwissenschaftlern um Andrei Sommer von der Universität Ulm haben eine neue Therapie gegen den Plaque der bei Alzheimerpatienten im Gerhin nachgewiesen wird, gefunden. Durch die Kombination eines Bestandteils von grünem Tee  mit Laserlicht soll ein Heilungsprozess der Nervenzellen in Gang gesetzt werden. Die Therapie muss noch durch Experimente abgesichert werden. 

BMBF-Begleitstudie zu AAL

Laufzeit: 
1. Januar 2012 - 31. Oktober 2012

Ein interdisziplinärer Forschungsverbund um PD Dr. Arne Manzeschke, TTN München, hat den Zuschlag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für die Begleitforschung zu ethischen Aspekten von Ambient Assisted Living (AAL) erhalten.

Forschungsfreiheit contra Terrorismusgefahr: Wissenschaftlicher Artikel zu H5N1-Virus wird nicht veröffentlicht

Der Vogelgrippe-Virus galt bislang als für den Menschen sehr gefährlich, die Erreger sprangen aber nicht von Mensch zu Mensch. Jetzt hat ein Virologe den H5N1-Virus so verändert, dass er sowohl tödlich als auch ansteckend ist. Aus Angst vor terroristischer Nutzung dieses Wissens wird eine Veröffentlichung der Forschungsergebnisse im Magazin Science vom amerikanischen Gremium für Biosicherheit blockiert. Ist das gerechtfertigt? Oder sind solche Forschungen notwendig, um Viren besser verstehen und damit bekämpfen zu können?

 
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