Medizin – und Bioethik

BMBF Klausurwoche zu "Therapie und Person: Das philosophische Problem der personalen Identität und die Konsequenzen neurologischer Therapien am Beispiel der Tiefenhirnstimulation"

Laufzeit: 
1. Juli 2011 - 30. September 2012

Das Institut TTN veranstaltet eine vom BMBF geförderte wissenschaftliche Klausurwoche zum Thema „Therapie und Person. Das philosophische Problem der personalen Identität und die Konsequenzen neurologischer Therapien am Beispiel der Tiefenhirnstimulation“. Die Klausurwoche wird vom 27. Februar bis 2.

Der Embryo in der Petrischale. Präimplantationsdiagnostik und Kinderwunsch

Datum: 
19. Mai 2011 - 19:00
Ort: 
Evangelische Stadtakademie München

Lange Zeit galt die Präimplantationsdiagnostik (PID) als unvereinbar mit dem deutschen Embryonenschutzgesetz. Seitdem jedoch der Bundesgerichtshof im Juli 2010 die Durchführung einer PID für straffrei erklärte, hält die Diskussion darüber an, ob Embryonen mit schweren genetischen Schäden verworfen werden dürfen: Bedeutet die Realisierung eines Kinderwunsches mit PID immer auch ein Umwelturteil über behindertes Leben?

Call for Papers für den Workshop: Das Verständnis von Leben in der Debatte um die Synthetische Biologie

Die Synthetische Biologie polarisiert. Ihre neue, ingenieurwissenschaftliche Herangehensweise an Lebewesen und ihr Vorhaben, „künstliches Leben herzustellen“, gilt für die einen als ein zukunftsträchtiges Großprojekt, bei dem zahlreiche neue technologische Anwendungen und ein tieferes naturwissenschaftliches Verständnis des Lebens in Aussicht stehen. Für andere klingt das Ansinnen der Synthetischen Biologie nach einer fragwürdigen Grenzüberschreitung der Naturwissenschaft.

Zellersatz durch Transdifferenzierung

Transdifferenzierung gilt als revolutionärer und zukunftsträchtiger Weg der Umprogrammierung von Zellen, bei dem aus Haut- oder anderen Zellen Zellen (fast) jeden Typs hergestellt werden können, ohne Verwendung embryonaler Stammzellen oder Eizellen. Die neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten stellen das Bild der Zellentwicklung als hierarchischen Ausdifferenzierens von der Eizelle zu Zellen anderen Typs infrage, stattdessen schlägt der Bonner Neuropathologe Oliver Brüstle das Modell einer epigenetischen Drehscheibe vor.

Konrad-Adenauer-Stiftung: Die ethisch-rechtliche Dimension des Forschungsklonens menschlicher Zellen

Wieder einmal berichtete ein amerikanisches Fachmagazin Mitte Mai über die gelungene künstliche Erzeugung menschlicher Stammzellen. Seit Beginn der Stammzellenforschung erhoffen sich Wissenschaftler dadurch einen Beitrag zu den medizinischen Heilungsmöglichkeiten unterschiedlicher Krankheiten. Wie ist die Forschung an menschlichen Zellen jedoch auch aus ethisch-rechtlicher Sicht zu beurteilen?

Warum in Deutschland die Moralisierung des Erbmaterials so populär ist

In einem fulminanten Leitartikel vom 4. April 2013 zeigt der FAZ-Redakteur Joachim Müller-Jung, zuständig für das Ressort "Natur und Wissenschaft", einige zentrale Widersprüche im Umgang mit der Gentechnik hierzulande auf. Unter dem Titel "Die Unantastbarkeit der Gene" stellt er die Frage, warum wir uns nach wie vor über weite Strecken weigern, die Medizin als "Treiber des Fortschritts" anzuerkennen und vor allem öffentlich zu diskutieren.

Hausgemachte Herzen

Der FAZ-Artikel "Herz, ein Stück Fleisch" berichtet über ein Experiment von Forschern aus Hannover, die künstlich erzeugtes Herzgewebe in Schweine implantieren. Vorbereitet werden auch künftige Versuche, ganze Herzen künstlich und auf den Patienten zugeschnitten, zu erzeugen. Die regenerative Medizin soll künftig die Transplantationsmedizin, die auf Organspenden angewiesen ist, ersetzen.

Schwangerenbluttests zeigen Erbinformationen des Embryos

Der Zeit-Artikel berichtet über die von Gendiagnostikfirmen entwickelten Schwangerenbluttests, die es ermöglichen, ein detailliertes Bild der genetischen Informationen des Embryos zu bekommen und Erbkrankheiten wie Trisomie 21 zu diagnostizieren. Bald könnte der Test routinemäßig bei Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden. Die Unsicherheit bei der Deutung genetischer Abweichungen und damit der Vorhersage einer Erbkrankheit jedoch machen die Beratung werdender Eltern problematisch.

Neue Publikation: The Quest for perfection. The Future of Medicine/Medicine of the future

Der Tagungsband The Quest for perfection. The Future of Medicine/Medicine of the future" zur jährlichen Societas Ethica Konferenz aus dem Jahr 2011 ist nun online erschienen. Als Herausgeber fungiert u.a. Arne Manzeschke vom Institut TTN.

Arne Manzeschke im "Zeit"-Interview über AAL und Technik in der Pflege

TTN-Mitarbeiter Arne Manzeschke gab der "Zeit" ein Interview, in dem er über "AAL" und Technik in der Pflege spricht.

 
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