Tierethik

Schimären für die Medizin: Ein japanischer Wissenschaftler will die Organtransplantation revolutionieren

Der japanische Forscher Hiromitsu Nakauchi hat in Bonn sein Forschungsvorhaben vorgestellt, das darauf abzielt individuelle, menschliche Organe in tierischen Spendern zu kultivieren. Bevor diese neue Technik jedoch für den Einsatz in der Klinik erwogen werden kann, müssen verschiedene ethische und rechtliche Probleme dieses Ansatzes gelöst werden und die medizinischen Vor- und Nachteile genauer untersucht werden.

Buchtipp: Die Digitalisierung der Wildnis

Weltweit werden unzählige Wildtiere mit digitalen Sendern ausgestattet, die jede ihrer Bewegungen nachvollziehbar machen. Ist diese Praxis nur ein weiteres Produkt des menschlichen Kontrollbedürfnisses oder ergeben sich daraus neue Möglichkeiten für eine gelungene Mensch-Tier-Beziehung zu beiderseitigem Nutzen? In seinem Buch "Das Internet der Tiere", erschienen bei Matthes& Seitz, beschäftigt sich Alexander Pschera sowohl mit den Chancen als auch mit den Risikn der digitalen Erfassung von Tieren für Mensch und Tier.

Colin Goldner: Die heutigen Zoos sind nicht mehr zeitgemäß

Zoos vertreten ihren Standpunkt, den Menschen Tiere näherzubringen und gleichzeitig die Artenvielfalt zu erhalten. Doch zuletzt erst tötete ein Besucher im Frankfurter Zoo ein Nilpferd mit einem Tennisball, den er ihm aus Spaß in den Rachen warf. Zookritiker Colin Goldner beschreibt so einen Fall nur als Spitze des Eisbergs und spricht den Tierparks jeglichen Nutzen ab.

Wenn Tiere eine "Kultur" entwickeln

Kann man mit Bezug auf Tiere sinnvoll von "Kulturen" sprechen? Oder fehlen ihnen - trotz Beispiele des Werkzeuggebrauchs - hierfür die notwendigen kognitiven Voraussetzungen. Laut einer neuen Studie rund um Nicolas Claidìere von der Aix Marseille Université könnten sich manche Tiere unter geeigneten Bedingungen auch kulturell entwickeln.

Interview mit Tierschutzbund-Präsident zur Fleischproduktion

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, über Tierquälerei in der Massentierhaltung und die Möglichkeiten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Hier sieht er vor allem die Fleischerzeuger und den Handel in der Pflicht. Außerdem geht es im Interview um die Rolle des Grundgesetzes und die Einflussmöglichkeiten der Verbraucher.

Bundesagrarministerium betätigt: Fehlerhafte Betäubung bei Schlachtungen

Wie verschiedene Studien zeigen, versagt bei der Schlachtung von Schweinen und Rindern häufig die Betäubung. Die Tiere erlangen während der weiteren Schritte der Schlachtung oftmals erneut das Bewusstsein. Das Bundesagrarministerium betätigte nun entsprechende Berichte.

Warum ist es richtig, Fleisch zu essen? Ein Essay-Wettbewerb

Nachdem allüberall gute Gründe für Veretarismus angeführt werden, ist es an der Zeit, auch die Seite der Fleischesser ernst zu nehmen: Gibt es ethische Gründe für den Verzehr von Fleisch? Die New York Times startet hierzu einen  Essay-Wettbewerb.

Forderung nach strengerer Regulierung der Fischerei nach Veröffentlichung von neuer Studie zu Makrelen und Thunfischen

Eine Forschergruppe um Maria José Juan-Jordá von der spanischen Universität La Coruña hat die Veränderungen der Populationen von Makrelen und Thunfischen zwischen 1954 und 2006 untersucht. Gerade bei Makrelen, einem Fisch über den man glaubte, man könne ihn nicht überfischen, überraschten die Ergebnisse: nur eine Population hat sich in dem untersuchten Zeitraum vergrößert.

Mehr Schutz für Zirkustiere?

In Kürze wird der Bundesrat über einen Antrag zum Verbot von Wildtieren im Zirkus abstimmen. Gegen das Tierschutzvorhaben wird die Berufsfreiheit der Tierdompteure vorgebracht, jedoch ist fraglich, welches Gewicht diesem Argument beigemessen werden kann. Der Antrag bietet zudem die Gelegenheit, die Rolle von Zirkus und Zoo in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft und den Tierschutz neu zu diskutieren.

Tierschutz: Grundrechte für Menschenaffen?

Der Fall "Hiasl" spaltet die Gemüter: Hat ein Schimpanse Anrecht auf Menschenrechte? Tierschützer in Wien ziehen mit genau dieser Forderung vor Gericht. Sie stützen sich dabei auf wissenschaftliche Ergebnisse, die bestätigen, dass Schimpansen 99,4 % ihres Erbmaterials mit dem Menschen teilen. Die Debatte berührt somit die grundlegende Frage der Bedeutung und Reichweite der Menschenrechte, was kontrovers diskutiert wird.

 
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