Traurige Bilanz für Fische nach der Cites-Konferenz in Doha. Wirtschaftliche Interessen dominieren gegenüber dem Schutz der vom Aussterben bedrohten Fischarten.
Die Europäische Kommission propagiert globales Fangverbot für den in Sushi-Restaurants beliebten Roten Thunfisch. Das Internationale Handelsverbot des Washingtoner Artenschutzübereinkommens soll gelten. Ein Milliardengeschäft steht vor dem Zusammenbruch. Betroffen sind vor allem kleine Fischereibetriebe.
Die Fangquoten des europäischen Fischfangs verstoßen gegen das Vorsorgeprinzip des EU-Rechtes. Die Bestandsgröße der meisten Fischarten ist infolge Überfischung nicht mehr ausreichend.
Das Projekt "Millennium Seed Bank" hat es sich zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten zu archivieren. Rund zehn Prozent aller bekannten Landpflanzen sind nach eigenen Angaben bereits in der Datenbank gespeichert.
Die Überfischung der Meere und Auswirkungen des Klimawandels wurden von Experten bei der Tagung des Internationalen Rates für Meeresforschung als Ursache für die Plünderung der Meere thematisiert. Die EU will ihre Fischereipolitik reformieren. Die geplanten Maßnahmen zur Einschränkung der europäischen Fangflotte stoßen bei Wissenschaftlern auf Kritik.
Seit geraumer Zeit widmet sich der Themenschwerpunkt "Erde 3.0" von "Zeit Online" der Frage, wie unser Leben zukünftig gestaltet sein könnte: Führt uns das Konzept der Nachhaltigkeit aus der Krise? Wie kann man sein Geld korrekt investieren? Inwieweit werden technische Innovationen unseren Alltag verändern?
Bis 2010, so nahm sich die EU zu Beginn des neuen Jahrtausends vor, sollte der Verlust der Artenvielfalt aufgehalten werden. An diesem Ziel ist man gescheitert.