Patientenautonomie

Wie umgehen mit Patientenverfügungen von psychisch kranken Menschen?

Das neue Patientenverfügungsgesetz dreht sich - mit Blick vor allem auf Komapatienten, Krebskranke und Demente - um die Frage, unter welchen Bedingungen lebenserhaltende Therapien beendet werden dürfen. Aber auch psychische Kranke können sich auf das Gesetz berufen - und bringen damit Ärzte in Gewissensnöte.

Palliativmediziner Michael de Ridder: Plädoyer für ärztliche Beihilfe zum Suizid

In der "Zeit" trägt Michael de Ridder ein Plädoyer für die ärztliche Beihilfe zum Suizid vor. De Ridder ist Facharzt für innere Medizin und Chefarzt der Rettungsstelle des Klinikums Am Urban in Berlin. Er ist Vorsitzender der Hans-Joachim-und-Käthe-Stein- Stiftung für Palliativmedizin.

BGH stärkt Patientenwillen im Sterbeprozess

Der Bundesgerichtshof hat in einem Grundsatzurteil des 2. Strafsenats vom 25. Juni 2010 das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben gestärkt und den Münchner Rechtsanwalt Wolfgang Putz vom Vorwurf des versuchten Todschlags freigesprochen. Das Urteil bringt Klarheit besonders für die Ärzte im Umgang mit einem auch nur mündlich geäußerten Patientenwillen im Sterbeprozess. Demnach dürfen diese auch dann lebensverlängernde Maßnahmen abbrechen, wenn der unmittelbare Sterbevorgang noch nicht begonnen hat.

Plädoyer für eine neue Sterbekultur - ein Interview mit dem Rettungsmediziner Michael de Ridder

Ein Gespräch über den Umgang mit Todkranken mit dem Rettungsmediziner Michael de Ridder. Nicht-Schadens-Prinzip contra technischen Imperativ der Lebensvelängerung um jeden Preis. Die Sorge um ein gutes Sterben als ethisch gebotener ärztlicher Auftrag.

Weiterbildender Masterstudiengang Medizinethik an der Universitätsmedizin Mainz

In Kooperation mit der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH bietet die Universitätsmedizin Mainz einen weiterbildenden Masterstudiengang Medizinethik an (Bewerbung für SS 2010 bis 1. März 2010), der als Fortbildung für Ärzte und Juristen zertifiziert ist. Ethische Reflexion ist zur unerlässlichen Zusatzkompetenz im beruflichen Alltag von Ärzten und Juristen geworden.

 

Terry Pratchett fordert Recht auf Sterbehilfe

Der Bestsellerautor Terry Pratchett fordert ein Recht auf Sterbehilfe. Der selbst an Alzheimer erkrankte Schriftsteller setzt sich für die Einrichtung einer Kommission ein, die Anträge lebensmüder Briten auf Sterbehilfe prüfen soll.

Neues Gendiagnostikgesetz tritt in Kraft: Zwischen Recht auf Wissen, Nicht-Wissen und Privatsphäre

Gentests können können gesundheitliche Risiken und zukünftige Schicksale enthüllen und rühren damit an Grundfragen. Mit dem 1. Februar tritt nun das neue Gendiagnostikgesetz in Kraft, welches einerseits das Recht auf Wissen wie auch das Recht auf Nicht-Wissen berücksichtigen, andererseits Missbrauch Grenzen setzen soll.

Palliativmedizin und Patientenautonomie: Ein Interview mit Professor Borasio

Professor Borasio, Leiter des Münchner Zentrums für Palliativmedizin, äußert sich über Sterbeprozess,  Patientenverfügung und den Stellenwert der Palliativmedizin.

Richard Powers: "Von der Entzifferung meines Genoms habe ich gelernt, dass wir nicht das Produkt unserer Gene sind"

Im NZZ-Interview erzählt der US-amerikanische Schriftsteller Richard Powers über die Hintergründe seines neuesten Romans "Das größere Glück". Am Beispiel der Gentechnologie geht es in dem ersten "postgenomischen" Roman darum, wie komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse in Produkte umgewandelt und der Öffentlichkeit verkauft werden.

Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung beklagt Desinformation in der Krebsfrüherkennung

Die Patienteninformatiion bei der Krebsfrüherkennung ist ungenügend und keine Basis für eine informierte Entscheidung. So wird beispielsweise der Nutzen der Brustkrebsfrüherkennung meist überschätzt. Bessere Kenntnisse in Statistik sind für realistischere Einschätzungen notwendig.

 
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