Embryonale Stammzellen

Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu Patentierung von Stammzellen

Laut dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 18.12.2014 gelten nur solche Zellen als Embryonen, die sich auch tatsächlich zum Menschen entwickeln können. Parthenoten hätten diese Fähigkeit nicht und fielen daher auch nicht unter das Verbot eines Patentes auf menschliche Embryonen.

Redefinition von "Embryo"

Zu der Frage "wann entsteht Leben?" äußerte sich der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Cruz Villalón, in seiner Erklärung zur Definition des Embryonen-Begriffs.
"Eine Eizelle, die ohne Befruchtung zur Weiterentwicklung angeregt worden ist und die nicht fähig ist, sich zu einem Menschen zu entwickeln", könne nach seinem Gutachten "nicht als menschlicher Embryo angesehen werden".

Arte-Doku über Entwicklung, Potenzial und Risiken der Stammzellforschung

Die Arte-Doku mit dem etwas reißerischen Titel "Stammzellforschung - Horror oder Hoffnung?" gibt einen guten Überblick über die rasante Entwicklung dieser Disziplin, den derzeitigen Forschungsstand und bereits existierende Therapiemöglichkeiten. Biologen, Ärzte und Ethiker reflektieren über Möglichkeiten und Grenzen der Stammzellforschung sowie mit ihr verbundene ethische Schwierigkeiten.

Die Dokumentation wurde am 5.12. und 8.12.2013 ausgestrahlt und ist wie immer 7 Tage online verfügbar.

Rückprogrammierung von Zellen

Die Zellforscher John Gurdon und Shinya Yamanaka erhalten für die Rückprogrammierung adulter Zellen zu embryonalen Stammzellen den diesjährigen Medizin-Nobelpreis. Man verspricht sich mit diesem Wissen in Zukunft abgestorbene Nerven zu züchten und damit zum Beispiel Alzheimer- oder Herzinfarkt-patienten zu helfen.

Weltweit erste Studie mit embryonalen Stammzellen wurde frühzeitig beendet

Die kalifornische Biotechfirma Geron zieht sich aus der Finanzierung der weltweit ersten klinischen Studie mit Einsatz embryonalier Stammzellen zur Heilung von Querschnittsgelähmten zurück. Es gab zwar keine bedenklichen Nebenwirkungen aber auch keine Besserung der Symptome.

 
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