Biodiversität

Arte-Doku: Gefährdung der Biodiversität durch Einheits-Saatgut?

Die Arte-Dokumentation "Ist unsere Biodiversität in Gefahr?" untersucht den Verlust an biologischer Vielfalt durch Monokulturen und einheitliches Industriesaatgut, welches gegenüber dem Saatgut der Bauern gesetzlich privilegiert ist und dieses zu verdrängen droht. In den letzten hundert Jahren sind bereits über 75 Prozent der biologischen Vielfalt verloren gegangen, wodurch unsere Ernährung an Reichhaltigkeit verliert.

Offshore-Windparks als Meeresbiotope

Führen künstliche Riffe am Fuß der Windräder in Offshorewindparks zu einem Ansteig der Arten? Meeresbiologen beobachten nach Ende der die Meeresbewohner belastenden Bauarbeiten einen Anstieg der lokalen Biodiversität, betonen jedoch gegenüber der ZEIT, dass eine Bewertung dieser Veränderungen heute noch nicht möglich ist.

Ökolandbau als subventionsloses Zukunftsmodell

Der ZEIT-Artikel diskutiert den geringen Nutzen und die verschiedenen Nachteile der hohen EU-Argarsubventionen und zeigt am Beispiel eines deutschen Biobauernhofes, wie ohne Agrarsubventionen ertragreich sowie umwelt- und tierfreundlich moderne Landwirtschaft betrieben werden kann.

Gentechnik im Dienst des Artenschutzes?

Als die amerikanische Kastanie Anfang des 20. Jahrhunderts durch einen Pilzbefall fast ausgerottet wurde, starb mit ihr ein wesentlicher Teil der charakteristischen amerikanischen Laubwälder. Nun wird der Baum mittels Gentechnik resistent gegen den Pilz gemacht, gegen den asiatische Vertreter der Kastanie bereits Abwehrmechanismen entwickelt haben. Das Besondere ist, dass in diesem Fall selbst amerikanische Umweltschützer die Aktion unterstützen, die der Gentechnik eigentlich kritisch gegenüberstehen - weil es hier um den Schutz der Artenvielfalt ginge.

Neue Tierarten am Mekong entdeckt

Der Mekong stellte sich in den letzten Jahren als wahre Fundgrube für Biologen heraus. Allein in letzter Zeit wurden über 200 neue Tier- und Pflanzenarten beschrieben. Diese Vielfalt ist jedoch bedroht, so zum Beispiel der neu entdeckte Stupsnasenaffe, von dem nur noch geschätzte 300 Vertreter leben. Der WWF fordert, die südostasiatische Region stärker zu schützen, um einem Artensterben entgegenzuwirken.

Die Rolle der Zoos beim Artenschutz

Welche Rollen können Zoos im Kontext des Artenschutz spielen? Dieser Frage widmet sich Juliette Irmer in der Süddeutschen Zeitung.

Artensterben: Vor allem Wirbeltiere sind gefährdet

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) warnt: Jedes Jahr kommen über 50 Säugetiere, Vögel und Amphibien auf der Gefährdungsskala der Roten Liste. Vor allem Wirbeltiere sind gefährdet.

Kreuzungsprojekt zum Artenschutz: Der Bestand des Florida-Pumas erholt sich leicht

Vom Florida-Puma (Puma concolor coryi) gab es zu Beginn der neunziger Jahre nur noch ca. 25 Exemplare weltweit. Durch die kleine Population waren Konsequenzen durch Inzucht zu befürchten. 1995 begannen Wissenschaftler daher mit einem Kreuzungsversuch, der die Tiere retten sollte: Acht Weibchen des nahe verwandten Texas-Pumas (Puma concolor stanleyana) wurden in Florida ausgewildert. Seither hat sich nicht nur der Bestand verdreifacht. Die Gesundheit der Tiere ist auch wesentlich besser.

Biodiversität in den Ozeanen: Census of Marine Life zählt 230 000 Arten in den Meeren

Die Wissenschaftler Census of Marine Life haben nach der bisher größten Volkszählung der Ozeane eine erste Bilanz gezogen: Rund 230.000 Arten leben in den Meeren (vom Einzeller bis zum Blauwal.) Wie sehr der Lebensraum "Meer" dabei bedroht ist, thematisiert in dieser Woche u.a. ein Artikel in der NZZ: "Immer mehr Todeszonen in den Ozeanen".

UN-Bericht "Global Biodiversity Outlook" zum Artensterben: Dramatischer Verlust. Kein einziges politisches Ziel erreicht

Nach dem Bericht der Vereinten Nationen zur Biodiversität, den der Exekutivsekretär des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt, Ahmed Djoghlaf, am Montag in Nairobi vorstellte, nimmt die Zahl der Tier- und Pflanzenarten dramatisch ab. Der Weltgipfel 2002 in Johannesburg, der sich zum Ziel gesetzt hatte, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten, hat also nichts bewirkt: Nicht ein einziges der 21 Ziele ist erreicht worden.

 
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