Klimawandel

Klimaforscher: Weniger Fleisch auf dem Teller im Kampf gegen den Klimawandel

Erneut weisen Wissenschafter auf die Bedeutung des Fleischkonsums für den Klimawandel hin: Alexander Popp, Hermann Lotze-Campen und Benjamin Bodirsky vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) haben ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich die Treibhausgasemissionen, die direkt aus der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion stammen, kalkulieren lassen. Weniger Fleisch auf den Tellern würde der Atmosphäre einen großen Dienst tun.

Kampf gegen den Klimawandel: 30 neue Kernkraftwerke pro Jahr?

Die Internationale Energieagentur IEA präsentierte in Paris eine "Roadmap" und schlägt vor, pro Jahr 30 Kernkraftwerke zu bauen, um den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2050 zu halbieren. Die Autoren der Studie weisen also auf den Beitrag zum Klimaschutz hin, den die Kernkraft zu leisten imstande ist. Der Vorschlag ist wenig überraschend umstritten.

Klimagipfel: Weg von Reduktion der Emission - hin zu positiven Zielen

Klimagipfel scheitern - ob der Dominanz des Themas in der politischen Agenda - in einer erstaunlichen Regelmäßigkeit. In der "Süddeutschen Zeitung" kritisiert Eicke R. Weber den Zugang der Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes als ein negatives Ziel. Die Menschen verbinden damit eine Verringerung der Lebensqualität. Überzeugender wäre es, positive Ziele zu setzen und zu kommunizieren, wie etwa die kontinuierliche Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Verbrauch.

USA: Energiewende von unten?

Die Welt starrt auf die Ölpest im Golf von Mexiko - doch trotz dieser Katastrope ist vom amerikanischen Kongress nicht mehr Klimaschutz zu erwarten. Anders als in Deutschland, wo die Energiewende maßgeblich "von oben" durchgesetzt wird, scheint in Amerika die Wende zu erneuerbaren Energien fern ab der politischen Bühne in Washington zu geschehen.

Peter Lemke über die Schwierigkeiten der Klimaprognostik

Der Meeresforscher Professor Peter Lemke, Mitglied des Weltklimarates,ÜBT Kritik am Vorsitzenden des IPCC. Dieser hätte die Fehler sofort eingestehen und korrigieren sollen. In einem Interview mit der "Welt" spricht Peter Lemke über die über die Schwierigkeiten der Klimaprognostik.

Klimawandel beschleunigt den Verlust der Pflanzenvielfalt

Die globale Erwärmung gefährdet die Pflanzenvielfalt. Modellrechnungen des Nees-Instituts an der Universität Bonn (in Kooperation mit Universitäten Göttingen und Yale) zeigen, dass allein beschleunigte globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 zum Verlust von rund zehn Prozent der Pflanzenarten weltweit führen könnte.

Alpha Ventus: Erster deutscher Windpark in der Nordsee geht ans Netz

Alpha Ventus, der erste deutsche Windpark in der Nordsee, ist jetzt offiziell in Betrieb. Windenergie, so der Bundesumweltminister Norbert Röttgen, werde "die zentrale Rolle im Energiemix der Zukunft spielen."

Dürfen sich Wissenschaftler für den Klimaschutz engagieren?

Nach der Kritik an Fehlern im IPCC-Bericht wird nun die Frage gestellt, inwieweit sich Wissenschaftler überhaupt für den Klimaschutz engagieren sollen und dürfen. Ein "Pro&Contra" in der Zeit. Und auch die FAZ widmet sich dem Weltklimarat als Institution zwischen Politik und Wissenschaft und weist dabei auf die Gefahren, aber auch auf die Chancen dieser Konstellation hin.

Kein Flugverkehr wegen Aschewolke: Gut fürs Klima?

Es ist ein seltener Anblick: Keine Kondensstreifen am Himmel. Der europäische Flugverkehr ruht aufgrund der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island. Das Online-Magazin "Wir Klimaretter" stellt die Frage, inwieweit der Ausbruch von Eyjafjallajökull und die Flugausfälle klimafreundliche Folgen nach sich ziehen.

Die Aschewolke selbst halten Forscher für "weniger gefährlich als Autoabgase".

Geoengineering: Regeln für umstrittene Arbeit

Geoengineering (technische Eingriffe in geochemische  oder biogeochemische Kreisläufe, etwa um die Klimaerwärmung zu bremsen) wird von manchen als Hoffnungsschimmer in der Klimawandeldebatte ernst genommen, von anderen als skurril belächelt. Im politischen Diskurs werden die Instrumente des Geoengineerings jedenfalls zunehmend diskutiert. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung in Pacific Grove zur Manipulation des Erdklimas zeichnete sich ein einhelliger Tenor ab: Geoengineering braucht dringend - ethisch reflektierte - Regeln.

 
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