Fortpflanzungsmedizin

Grenzüberschreitende Biopolitik: Ökonomische Folgen der Regulierung von ART

In einer Studie im Israel Journal of Health Policy Research (2012, 1:15) haben die israelische Medizinethikerin und Juristin Carmel Shalev und die Innsbrucker Biochemikerin Gabriele Werner-Felmayer auf die Folgen nationalstaatlicher Regulierung der Eizellspende für den grenzüberschreitenden, reproduktionsmedizinischen "Tourismus" hingewiesen.

Samenspender muss Unterhalt zahlen

Kürzlich wurde ein Samenspender zu Unterhaltszahlungen an seinem Kind verpflichtet, welches von einem lesbischen Paar aufgezogen wird. Beide Parteien hatten vor der Geburt vereinbart, dass der leibliche Vater keine finanzielle Verantwortung übernehmen müsse.

Gynäkologe Matthias Bloechle und Landesbischof Johannes Friedrich über Präimplantationsdiagnostik

In der Debatte über die gesetzliche Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) stellen der Gynäkologe Matthias Bloechle und der evangelische Landesbischof in Bayern Johannes Friedrich ihre Meinungen in einem Interview mit dem evangelischen Magazin chrismon dar.
Sie diskutieren darüber welche Freiheiten und Folgen die PID für den Einzelnen und für die Gesellschaft mit sich bringt.

Evangelischer Theologe fordert Überdenken der EKD-Position zu "Künstlicher Befruchtung"

In einem Interview mit evangelisch.de hat der evangelische Ethiker Ulrich H.J. Körtner die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu aufgefordert, ihre Position in Fragen der "In-vitro-Fertilisation" zu überprüfen und sich den Fragen einer medizinischen Assistenz beim Thema Kinderwunsch zu stellen.

Deutscher Ethikrat nimmt Beratungen zu Fragen der Reproduktionsmedizin auf

Am 23. Juli 2010 hat der Deutsche Ethikrat seine Beratungen zu Fragen der Reproduktionsmedizin aufgenommen. Impulsreferate von Jochen Taupitz und Regine Kollek zu rechtlichen und medizinischen Aspekten neuer Entwicklungen im Bereich der Reproduktionsmedizin bildeten den Auftakt der Diskussionen, die in eine Stellungnahme des Rates münden sollen.

Braucht Deutschland ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz?

Das BGH-Urteil zur Präimplantationsdiagnostik (PID) hat weitreichende Konsequenzen für das gesellschaftliche Verständnis von Kinderwunsch und Familie, aber auch Krankheit und Behinderung. Kann ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz hier weiterhelfen? Wo die einen die Autonomie der Eltern gestärkt sehen befürworten andere eine Normalisierung der Selektion von Kindern. Untenstehend finden Sie zwei Positionen von Martin Spiewak (DIE ZEIT) und Christian Geyer (FAZ).

Ein Menschenrecht auf ein Kind? - Die ethischen Fragen der Fortpflanzungsmedizin

In Deutschland soll es 1,5 Millionen Wunscheltern geben. Ein Urteil aus Straßburg besagt nun, dass kinderlose Paare in Europa zukünftig für ihre Familienplanung fremde Eizellen nutzen dürfen. Erneut zeigt sich: Die technischen Innovationen der Fortpflanzungsmedizin bringen eine Reihe an neuen Fragen mit sich, die nicht nur die Gerichte beschäftigen, sondern auch eine ethische Reflexion erordern. Im "Freitag" geht Ulrike Baureithel den Fragen nach einer Liberalisierung in der fortpflanzungsmedizinischen Praxis nach.

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger möchte das Adopitionsrecht liberalisieren

Im Zuge der Debatte um eine indische Leihmutterschaft ist erneut die Frage nach dem Adoptionsrecht in Deutschland entbrannt.

Seit Anfang der Neunziger Jahre halbierte sich die Zahl der Adoptionen und es kommen zehn Bewerber auf jedes zu vermittelnde Kind. Aufgrund dessen fordert nun Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) flexiblere Altergrenzen bei Adoptionen. Weiterhin skeptisch bleibt sie bezüglich der Legalisierung von Leihmutterschaften auch in Deutschland.

Die Geschichte eines Kinderwunsches: Leihmutterschaft und Fortpflanzungsmedizingesetze

Die Geschichte eines Kinderwunsches: Ein deutsches Ehepaar zeugt mithilfe zweier indischer Frauen Zwillinge. (Der Samen stammt vom deutschen Mann, von der einen Frau stammt die Eizelle, die andere leiht ihre Gebärmutter.) Neun Monate später kommen die Zwillinge Jonas und Philipp auf die Welt. Und nun beginnt der Konflikt: In Deutschland sind Leihmutterschaft wie auch die Eizellspende verboten. In Indien hingegen erlaubt. Für die deutschen Behörden gehören die Zwillinge jener Frau, die sie geboren hat.

 
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