Bioethik

Konrad-Adenauer-Stiftung: Die ethisch-rechtliche Dimension des Forschungsklonens menschlicher Zellen

Wieder einmal berichtete ein amerikanisches Fachmagazin Mitte Mai über die gelungene künstliche Erzeugung menschlicher Stammzellen. Seit Beginn der Stammzellenforschung erhoffen sich Wissenschaftler dadurch einen Beitrag zu den medizinischen Heilungsmöglichkeiten unterschiedlicher Krankheiten. Wie ist die Forschung an menschlichen Zellen jedoch auch aus ethisch-rechtlicher Sicht zu beurteilen?

Was kann und sollte die Synthetische Biologie?

Die alte Frage nach dem Leben scheint von der Synthetischen Biologie neu aufgerollt zu werden, indem sie sich daran macht, es herzustellen. Doch wie weit reichen die neuen Erkenntnisse dieser Forschung wirklich? Und wo stellen sich ethische Bedenken ein? In seinem SZ-Artikel beschäftigt sich Jörg Hacker mit der Frage, wie uns die Synthetische Biologie im Verständnis des Lebens weiter bringen kann - und wo ethische Grenzen zu ziehen sind.

"Sterben und Tod vor unterschiedlichem kulturellem Hintergrund" - Interdisziplinäre Bioethik-Exkursion nach Israel

Insgesamt elf Studierende der Medizinischen Universität Innsbruck und der Universität Innsbruck nahmen im März 2012 die Gelegenheit wahr, an einer elftägigen Exkursion nach Israel teilzunehmen. „Sterben und Tod vor unterschiedlichem kulturellem Hintergrund", lautete der Titel dieser interdisziplinären Studienreise, die von Prof.in Werner-Felmayer vom Innsbrucker Biozentrum und Univ.-Prof. Dr. Josef Quitterer vom Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck vom 19. bis 30. März 2012 vorbereitet und durchgeführt abgehalten wurde.

Forschungsfreiheit contra Terrorismusgefahr: Wissenschaftlicher Artikel zu H5N1-Virus wird nicht veröffentlicht

Der Vogelgrippe-Virus galt bislang als für den Menschen sehr gefährlich, die Erreger sprangen aber nicht von Mensch zu Mensch. Jetzt hat ein Virologe den H5N1-Virus so verändert, dass er sowohl tödlich als auch ansteckend ist. Aus Angst vor terroristischer Nutzung dieses Wissens wird eine Veröffentlichung der Forschungsergebnisse im Magazin Science vom amerikanischen Gremium für Biosicherheit blockiert. Ist das gerechtfertigt? Oder sind solche Forschungen notwendig, um Viren besser verstehen und damit bekämpfen zu können?

Gentechnisch veränderte Fliege zur Bekämpfung von Denguefieber?

Jedes Jahr erkranken mehrere Millionen Menschen am Denguefieber, eine Krankheit, die durch die Dengue-Mücke übertragen wird. Bislang gibt es bei einer Infektion weder Therapieverfahren noch wirksame Impfungen. Wissenschaftler sehen nun in der Gentechnik eine neue Möglichkeit, die Verbreitung des Insekts einzudämmen. Gentechnisch veränderte Fliegen sollen die Population der Dengue-Fliege verdrängen und so Infektionen seltener machen. Die Freilandversuche sind jedoch umstritten.

FDP will Präimplantationsdiagnostik erlauben

Die FDP arbeitet an einem Vorschlag zur gesetzlichen Regelung der Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten. Dies ist bislang in Deutschland noch nicht eindeutig gesetzlich geregelt. Der Vorstoß wirft somit erneut ethische Fragen auf: Dürfen "unpassende" Embryonen "aussortiert" werden? Wer hat das Recht, hier zu selektieren? Wie sich die politische Debatte um die Chance, diese Fragen gesetzlich zu regeln entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

US-Richter stoppt die Förderung von embryonalen Stammzellen

Ein US-Bezirksgericht hat die von Präsident Barack Obama ermöglichte staatliche Förderung der Stammzellforschung mit menschlichen Embryonen vorläufig unterbunden. Die Verfügung des Präsidenten verstoße gegen ein Gesetz, das der Kongress 1996 verabschiedet hatte. Eine christliche Organisation darf nun ihre Bedenken gegen Obamas Forschungspolitik vor Gericht bringen.

 
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