Bioethik

Forschungsfreiheit contra Terrorismusgefahr: Wissenschaftlicher Artikel zu H5N1-Virus wird nicht veröffentlicht

Der Vogelgrippe-Virus galt bislang als für den Menschen sehr gefährlich, die Erreger sprangen aber nicht von Mensch zu Mensch. Jetzt hat ein Virologe den H5N1-Virus so verändert, dass er sowohl tödlich als auch ansteckend ist. Aus Angst vor terroristischer Nutzung dieses Wissens wird eine Veröffentlichung der Forschungsergebnisse im Magazin Science vom amerikanischen Gremium für Biosicherheit blockiert. Ist das gerechtfertigt? Oder sind solche Forschungen notwendig, um Viren besser verstehen und damit bekämpfen zu können?

Gentechnisch veränderte Fliege zur Bekämpfung von Denguefieber?

Jedes Jahr erkranken mehrere Millionen Menschen am Denguefieber, eine Krankheit, die durch die Dengue-Mücke übertragen wird. Bislang gibt es bei einer Infektion weder Therapieverfahren noch wirksame Impfungen. Wissenschaftler sehen nun in der Gentechnik eine neue Möglichkeit, die Verbreitung des Insekts einzudämmen. Gentechnisch veränderte Fliegen sollen die Population der Dengue-Fliege verdrängen und so Infektionen seltener machen. Die Freilandversuche sind jedoch umstritten.

FDP will Präimplantationsdiagnostik erlauben

Die FDP arbeitet an einem Vorschlag zur gesetzlichen Regelung der Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten. Dies ist bislang in Deutschland noch nicht eindeutig gesetzlich geregelt. Der Vorstoß wirft somit erneut ethische Fragen auf: Dürfen "unpassende" Embryonen "aussortiert" werden? Wer hat das Recht, hier zu selektieren? Wie sich die politische Debatte um die Chance, diese Fragen gesetzlich zu regeln entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

US-Richter stoppt die Förderung von embryonalen Stammzellen

Ein US-Bezirksgericht hat die von Präsident Barack Obama ermöglichte staatliche Förderung der Stammzellforschung mit menschlichen Embryonen vorläufig unterbunden. Die Verfügung des Präsidenten verstoße gegen ein Gesetz, das der Kongress 1996 verabschiedet hatte. Eine christliche Organisation darf nun ihre Bedenken gegen Obamas Forschungspolitik vor Gericht bringen.

 
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