Medizinethik

Konrad-Adenauer-Stiftung: Die ethisch-rechtliche Dimension des Forschungsklonens menschlicher Zellen

Wieder einmal berichtete ein amerikanisches Fachmagazin Mitte Mai über die gelungene künstliche Erzeugung menschlicher Stammzellen. Seit Beginn der Stammzellenforschung erhoffen sich Wissenschaftler dadurch einen Beitrag zu den medizinischen Heilungsmöglichkeiten unterschiedlicher Krankheiten. Wie ist die Forschung an menschlichen Zellen jedoch auch aus ethisch-rechtlicher Sicht zu beurteilen?

Wie sieht das Gesundheitssystem der Zukunft aus?

Im Inverview mit der ZEIT spricht Hermann Requardt, Mitglied des Siemens-Vorstandes, über seine Vorstellungen eines angemessenen Gesundheitssystems der Zukunft. Dabei soll vor allem eine bessere Vernetzung des vorhandenen Expertenwissens zu einer effizienteren Therapieplanung führen, wobei auch genetische Informationen der Patienten einfließen sollen. Außerdem steht im Gepräch die Frage im Vordergrund, wie technische Lösungen im medizinischen Bereich in Zukunft aussehen können.

Der Ethiker Guido de Wert zur Genforschung

Im FAZ-Interview spricht der niederländische Ethiker Guido de Wert über Fragen der Gendiagnostik und deren mögliche Auswirkungen. Dabei plädiert er dafür, dass die Diagnose in erster Linie im Dienst des Patienten stehen sollte und deren Interessen sinnvoll gegen die Interessen der Forschung abgewogen werden sollten.

Joachim Müller-Jung zur Genomanalyse bei Ungeborenen

In seinem FAZ-Beitrag setzt sich Joachim Müller-Jung mit der Möglichkeit der vollständigen Genomanalyse bei Ungeborenen auseinander. Nach neuesten Forschungsergebnissen ist die diese allein mit Hilfe von Blut oder Speichel der Mutter möglich. Mit diesen neuen Möglichkeiten wächst allerdings zugleich die Gefahr der Überforderung, sowohl auf Seiten der Eltern als auch für den Arzt, was im Artikel aus bioethischer Perspektive diskutiert wird.

Neuer Pflege-Bericht: Missstände in der Pflege

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen stellte nun den neuen Pflegebricht vor, dessen Vorgänger vor fünf Jahren großes Aufsehen erregte und grobe Missstände in der Pflege anprangerte. Laut der neuen Studie hat sich die Situation vieler Pflegebedürftiger zwar verbessert, es besteht jedoch weiterhin großer Verbesserungsbedarf vor allem beim Thema Medikamentenvergabe und Freiheitsentzug.

Arne Manzeschke in der Evangelischen Zeitung zum neuen Transplantationsgesetz

Der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Organspende sieht vor, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger die Frage stellen (lassen), ob sie im Todesfall zur Organspende bereit sind. Während in der politischen Debatte mehr und mehr ein Konsens gefunden wird, spricht PD Dr. Arne Manzeschke, Inhaber der Koordinationsstelle für Medizinethik am Institut TTN, von einem ethisch fragwürdigen Vorhaben. 

Gentechnisch veränderte Fliege zur Bekämpfung von Denguefieber?

Jedes Jahr erkranken mehrere Millionen Menschen am Denguefieber, eine Krankheit, die durch die Dengue-Mücke übertragen wird. Bislang gibt es bei einer Infektion weder Therapieverfahren noch wirksame Impfungen. Wissenschaftler sehen nun in der Gentechnik eine neue Möglichkeit, die Verbreitung des Insekts einzudämmen. Gentechnisch veränderte Fliegen sollen die Population der Dengue-Fliege verdrängen und so Infektionen seltener machen. Die Freilandversuche sind jedoch umstritten.

Pamela Hartzband und Jerome Groopman: Ist die Medizin zu ökonomisch?

In einer kürzlich erschienen Veröffentlichung kritisieren die Mediziner Pamela Hartzband und Jerome Groopman in deutlichen Worten die zunehmende Ökonomisierung der Medizin. So verwandle sich die Arzt-Patienten-Beziehung immer deutlicher zu einem rein wirtschaftlichen Verhältnis zwischen Dienstleister und Kunden. Welche Konsequenzen diese grundlegende Veränderung des Gesundheitssystems sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft als Ganze hat, bleibt zu diskutieren. 

Gynäkologe Matthias Bloechle und Landesbischof Johannes Friedrich über Präimplantationsdiagnostik

In der Debatte über die gesetzliche Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) stellen der Gynäkologe Matthias Bloechle und der evangelische Landesbischof in Bayern Johannes Friedrich ihre Meinungen in einem Interview mit dem evangelischen Magazin chrismon dar.
Sie diskutieren darüber welche Freiheiten und Folgen die PID für den Einzelnen und für die Gesellschaft mit sich bringt.

FDP will Präimplantationsdiagnostik erlauben

Die FDP arbeitet an einem Vorschlag zur gesetzlichen Regelung der Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten. Dies ist bislang in Deutschland noch nicht eindeutig gesetzlich geregelt. Der Vorstoß wirft somit erneut ethische Fragen auf: Dürfen "unpassende" Embryonen "aussortiert" werden? Wer hat das Recht, hier zu selektieren? Wie sich die politische Debatte um die Chance, diese Fragen gesetzlich zu regeln entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

 
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