Tierschutz

Antibiotikaresistente Keime im Hähnchenfleisch

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des BUND stellte Erschreckendes fest: In Stichproben von Hähnchenfleisch, das im Dezember 2011 in Supermärkten verkauft wurde, fanden sich Keime, die gegenüber Antibiotika resistent sind. Diese Erreger können vor allem für Menschen mit schwachen Immunsystem oder Patienten auf Intensivstationen zur Gefahr werden, wenn das Fleisch nicht richtig durcherhitzt wird. Als Ursache für wird eine zu häufige und unsachgemäße Anwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung vermutet.

Fischfangquoten deutlich gesteigert

Der Beschluss der europäischen Fischereiminister steht fest: Es darf wieder mehr gefischt werden, und zwar deutlich mehr. Die Fangquote für Heringe in der Nordsee ist beispielweise um 140% gestiegen. Dies wird von Umweltschutzorganisationen scharf kritisiert, da man nicht von einer nachhaltigen Erholung der Fischbestände sprechen könne, was allein einen solchen Beschluss rechtfertige. Auch setzten sich die Fischereiminister mit dieser Entscheidung gegen die EU-Vorgaben aus Brüssel durch.

Neue Tierarten am Mekong entdeckt

Der Mekong stellte sich in den letzten Jahren als wahre Fundgrube für Biologen heraus. Allein in letzter Zeit wurden über 200 neue Tier- und Pflanzenarten beschrieben. Diese Vielfalt ist jedoch bedroht, so zum Beispiel der neu entdeckte Stupsnasenaffe, von dem nur noch geschätzte 300 Vertreter leben. Der WWF fordert, die südostasiatische Region stärker zu schützen, um einem Artensterben entgegenzuwirken.

Mehr Schutz für Zirkustiere?

In Kürze wird der Bundesrat über einen Antrag zum Verbot von Wildtieren im Zirkus abstimmen. Gegen das Tierschutzvorhaben wird die Berufsfreiheit der Tierdompteure vorgebracht, jedoch ist fraglich, welches Gewicht diesem Argument beigemessen werden kann. Der Antrag bietet zudem die Gelegenheit, die Rolle von Zirkus und Zoo in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft und den Tierschutz neu zu diskutieren.

Dramatischer Rückgang der Fischbestände

Wie aus dem am Montag vorlgelegten UN-Weltfischereibericht hervorgeht, ist die Situation der Fischbestände in den Weltmeeren so besorgniserregend wie noch nie. Schon jetzt stammt bereits die Hälfte der von Verbauchern konsumierten Fische aus Aquakulturen. Diese Tendenz wird vom WWF aufgrund möglicher Umweltbelastungen kritisch bewertet.

Tierschutz: Grundrechte für Menschenaffen?

Der Fall "Hiasl" spaltet die Gemüter: Hat ein Schimpanse Anrecht auf Menschenrechte? Tierschützer in Wien ziehen mit genau dieser Forderung vor Gericht. Sie stützen sich dabei auf wissenschaftliche Ergebnisse, die bestätigen, dass Schimpansen 99,4 % ihres Erbmaterials mit dem Menschen teilen. Die Debatte berührt somit die grundlegende Frage der Bedeutung und Reichweite der Menschenrechte, was kontrovers diskutiert wird.

Tierschutz: Neue EU-Richtlinie für Tierversuche verabschiedet

Die neue Richtlinie der EU zur Regelung von Tierversuchen ist umstritten: Befürworter halten sie für einen "Quantensprung" im Tierrecht, Gegnern geht der Schutz nicht weit genug. Jährlich werden in Europa circa 12 Millionen Tiere zu Versuchszwecken verwendet, inwiefern diesen die neue Richtlinie zugute kommt, bleibt abzuwarten.

Tierschutz: Katalonien verbietet Stierkämpfe

Ein deutliches Signal in Richtung eines spanienweiten Verbots der traditionellen Stierkämpfe lieferte nun das Parlament von Katalonien: In einer historischen Entscheidung zugunsten des Antrags einer Tierschutzinitiative verbot es den umstrittenen Brauch.

Tierethische Diskussion über Wildtiere im Zirkus

In einem Hamburger Zirkus wurde ein Dompteur von Tigern angegriffen - Anlass, um die Dressur von Wildtieren erneut zur Diskussion zu stellen. In der Zeit findet sich ein Kommentar von Sven Stockrahm.

Die Mensch-Tier-Beziehung im interdisziplinären Dialog

In Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten veranstaltete die Stiftung Bündnis Mensch & Tier vom 13.-14. November 2009 in der Münchner Residenz die Wissenschaftstagung "Die Mensch-Tier-Beziehung im interdisziplinären Dialog". An der Veranstaltung nahmen mehr als 200 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis teil.

Tagungsdokumentation

 
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