Tierschutz

Roboterethik als Gegenstück zur Tierethik?

Kate Darling, Wissenschaftlerin am Massachusetts Institute of Technology (MIT), fordert Roboterschutzgesetze, "um die Werte unserer Gesellschaft und uns selbst zu schützen". Voraussetzung dieser Forderung ist die auf Beobachtungen des Mitleides mit zerstörten Robotern gegründete Annahme, dass wir in technische Geräte unsere eigenen menschlichen Eigenschaften hineinprojezieren und somit mit dem Schutz der Roboter auch uns selbst schützen.

Bundestag beschließt Novelle des Tierschutzgesetzes

In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 2012 hat der Deutsche Bundestag einer Novellierung des Tierschutzgesetzes zugestimmt. An einigen Stellen (z.B. Inkrafttreten der Betäubungspflicht für Ferkel und der Narkosepflicht bei Brandzeichen für Tier) ist der Beschluss gegenüber den Zielen von Landwirtschaftsmininisterin Aigner weniger ambitioniert.

Interview mit Tierschutzbund-Präsident zur Fleischproduktion

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, über Tierquälerei in der Massentierhaltung und die Möglichkeiten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Hier sieht er vor allem die Fleischerzeuger und den Handel in der Pflicht. Außerdem geht es im Interview um die Rolle des Grundgesetzes und die Einflussmöglichkeiten der Verbraucher.

Wieder Wahlfang in Südkorea

Wie auf dem Treffen der internationalen Walfang-Komission bekannt wurde, möchste Südkorea in Zukunft wieder Wale fangen. Die Begründung lautete, dass die Bestände sich nach dem Walfangmoratorium seit 1986 erholt hätten und nun die Gefahr bestünde, dass andere Fischbestände vernichtet werden. Außerdem möchte die südkoreanische Regierung den Walfang zu Forschungszwecken nutzen.

Antibiotikaresistente Keime im Hähnchenfleisch

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des BUND stellte Erschreckendes fest: In Stichproben von Hähnchenfleisch, das im Dezember 2011 in Supermärkten verkauft wurde, fanden sich Keime, die gegenüber Antibiotika resistent sind. Diese Erreger können vor allem für Menschen mit schwachen Immunsystem oder Patienten auf Intensivstationen zur Gefahr werden, wenn das Fleisch nicht richtig durcherhitzt wird. Als Ursache für wird eine zu häufige und unsachgemäße Anwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung vermutet.

Fischfangquoten deutlich gesteigert

Der Beschluss der europäischen Fischereiminister steht fest: Es darf wieder mehr gefischt werden, und zwar deutlich mehr. Die Fangquote für Heringe in der Nordsee ist beispielweise um 140% gestiegen. Dies wird von Umweltschutzorganisationen scharf kritisiert, da man nicht von einer nachhaltigen Erholung der Fischbestände sprechen könne, was allein einen solchen Beschluss rechtfertige. Auch setzten sich die Fischereiminister mit dieser Entscheidung gegen die EU-Vorgaben aus Brüssel durch.

Neue Tierarten am Mekong entdeckt

Der Mekong stellte sich in den letzten Jahren als wahre Fundgrube für Biologen heraus. Allein in letzter Zeit wurden über 200 neue Tier- und Pflanzenarten beschrieben. Diese Vielfalt ist jedoch bedroht, so zum Beispiel der neu entdeckte Stupsnasenaffe, von dem nur noch geschätzte 300 Vertreter leben. Der WWF fordert, die südostasiatische Region stärker zu schützen, um einem Artensterben entgegenzuwirken.

Mehr Schutz für Zirkustiere?

In Kürze wird der Bundesrat über einen Antrag zum Verbot von Wildtieren im Zirkus abstimmen. Gegen das Tierschutzvorhaben wird die Berufsfreiheit der Tierdompteure vorgebracht, jedoch ist fraglich, welches Gewicht diesem Argument beigemessen werden kann. Der Antrag bietet zudem die Gelegenheit, die Rolle von Zirkus und Zoo in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft und den Tierschutz neu zu diskutieren.

Dramatischer Rückgang der Fischbestände

Wie aus dem am Montag vorlgelegten UN-Weltfischereibericht hervorgeht, ist die Situation der Fischbestände in den Weltmeeren so besorgniserregend wie noch nie. Schon jetzt stammt bereits die Hälfte der von Verbauchern konsumierten Fische aus Aquakulturen. Diese Tendenz wird vom WWF aufgrund möglicher Umweltbelastungen kritisch bewertet.

Tierschutz: Grundrechte für Menschenaffen?

Der Fall "Hiasl" spaltet die Gemüter: Hat ein Schimpanse Anrecht auf Menschenrechte? Tierschützer in Wien ziehen mit genau dieser Forderung vor Gericht. Sie stützen sich dabei auf wissenschaftliche Ergebnisse, die bestätigen, dass Schimpansen 99,4 % ihres Erbmaterials mit dem Menschen teilen. Die Debatte berührt somit die grundlegende Frage der Bedeutung und Reichweite der Menschenrechte, was kontrovers diskutiert wird.

 
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