Organspende

Organspende kann Leben retten, auch das eigene. So denkt eine Mehrheit von Menschen in Deutschland. Die prinzipielle Zustimmung ist groß (über 90 %). Aber trotzdem tragen nur die wenigsten Bundesbürger (ca. 6%) einen Organspendeausweis bei sich.

Täglich sterben Menschen auf der Warteliste. Wenn Menschen, die gerettet werden könnten, sterben, ist die Ethik aufgerufen, die Gründe aufzuklären und Standards für eine gute ethische Praxis zu benennen.

Der Hirntod als Kriterium für die Organentnahme ist wissenschaftlich weitgehend anerkannt. Nach Totalausfall des Gehirns als zentrales Steuerungsorgan ist kein Weiterleben möglich. Gleichwohl wirkt die Anmutung der Lebendigkeit des Organspenders vor der Organentnahme (das Herz schlägt, der Körper fühlt sich meist warm an, der Brustkorb hebt und senkt sich durch die künstliche Beatmung) für viele Angehörige, die in der akuten Situation über die Organspende entscheiden sollen, als schwere Verunsicherung.

Das Institut TTN bemüht sich, Kriterien und Materialien für eine gute fachliche und kommunikative Praxis im Zusammenhang der Entscheidung für die Freigabe eines Angehörigen zur Organentnahme, sowie im Zusammenhang der Organentnahme und der Nachsorge für die Angehörigen zu erarbeiten und damit zu einer Verbesserung der Situation beizutragen. Indirekt soll dadurch die Zahl der Organspenden erhöht werden.


 





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Bild: © pixelio.de/SmokyMcPot