„Das moralphilosophische Experiment“ (Dissertationsprojekt)

Ziel des Dissertationsprojektes „Das moralphilosophische Experiment – John Deweys experimentelle Methode als Modell der problem- und anwendungsorientierten Ethik“ ist es, eine Methode zu begründen, mit deren Hilfe konkrete moralische Probleme praktisch gelöst werden können. Im Rahmen der Arbeit bedeutet dies nichts anderes, als moralische Prinzipien und Werte zu realisieren. Da diese Realisierung immer in der Praxis vorgenommen werden muss, setzt wird ein Ansatz vorgestellt, der bei moralisch problematischen Situationen ansetzt und hilft, begründet Lösungsvorschläge zu entwickeln, die mit der orientierenden Perspektive moralischer Prinzipien entworfen werden.

Folglich geht es nicht um grundsätzliche Entscheidungen moralphilosophischer Fragen, wie zum Beispiel „Haben Tiere Rechte?“, sondern um eine Methode, mit der die Antworten auf diese Fragen in der Praxis realisiert werden können. Hiermit reagiert das Projekt auf ein Defizit der Moralphilosophie und der angewandten Ethik: Es besteht darin, dass ethische Positionen plausibel und differenziert begründet werden, für die Transformation dieser meist abstrakten normativen Positionen in die Praxis jedoch Methoden nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

Um diesem Defizit zu begegnen, wird die skizzierte Methode nach dem Modell der Forschung, so wie es John Dewey in der Theory of Inquiry vorschlägt, entworfen. Seine Theorie der Problemlösung lässt sich auf den Bereich der Moral übertragen und für die Ansprüche dort weiterentwickelt. Die Konsequenzen und Implikationen dieser Übertragung werden in einem abschließenden Kapitel diskutiert.

Dissertationsbetreuer

Prof. Dr. Christian Kummer, Lehrstuhl für naturwissenschaftliche Grenzfragen an der Hochschule für Philosophie in München

Die Dissertation wird demnächst erscheinen.