Asiatischer Karpfen und japanischer Knöterich: Massive Probleme mit eingeschleppten Arten

Sowohl die englische wie auch die amerikanische Politik beschäftigt sich zur Zeit auch mit der Bedrohung der heimischen Ökosysteme durch eingeschleppte Arten:

In den USA beschäftigen asiatische Karpfen das Weiße Haus, die US-Armee, mehrere Gouverneure amerikanischer Bundesstaaten und das Verfassungsgericht in Washington: Die großen Fische erobern die Gewässer der USA und verdrängen dabei nicht nur einheimische Fische, sondern hechten auch aus dem Wasser und verletzen dabei Menschen. Die asiatischen Karpfen wurden in den 1970er Jahren von Fischfarmern im Süden der USA importiert, um Zuchtteiche von Algen zu befreien. Durch Überschwemmungen entkamen einige Exemplare in den 1990er Jahren. Seither vermehren sie sich rasant.

In England wuchert der japanische Knöterich unkontrolliert. Das Gewächs soll laut Schätzungen (durch Risse in Asphalt und Mauerwerk) Schäden von mehr als 160 Millionen Euro jährlich verursachen. Nun wollen Ökologen erstmals ein Insekt in die EU einführen, um diese Pflanze zu bekämpfen, namentlich den natürlichen Feind des Knöterich, den aus Japan stammenden Blattfloh.