Klarheit am Krankenbett

Das neue Gesetz zur Patientenverfügung

Vortrag und Gespräch

Seit 1. September 2009 ist das neue Gesetz zur Patientenverfügung geltendes Recht. Der "liberalste" der vier in den deutschen Bundestag eingebrachten Gesetzesentwürfe hat sich durchgesetzt. Patientenverfügungen gelten nun weitestgehend unbeschränkt, ohne Beratung und unabhängig von der Art der Erkrankung.

Die Kirchen haben sich mehrfach kritisch gegenüber dem nun gültigen Bundesgesetz geäußert. Sie befürchten, dass das Verhältnis zwischen individueller Selbstbestimmung und staatlicher Pflicht zum Schutz des Lebens und zur Fürsorge aus dem Lot gerät.

Die Befürworter sehen die staatliche Fürsorgepflicht am besten so umgesetzt, dass dem authentischen Willen des Patienten möglichst weitgehend entsprochen wird. Denn der Betreuer/ Vertreter hat nach dem neuen Gesetz dem Willen des Betreuten Geltung zu verschaffen. Patienten und ihre Angehörigen, Ärzte, Pflegende, Seelsorger und Juristen müssen sich auf die neue Situation einstellen.

Dazu soll der Abend Hintergrundwissen und praktische Hinweise geben.

In Kooperation mit der Hospiz-Gruppe "Albatros"

Vortragende

PD Dr. Heiner Aldebert
Theologe und Medizinethiker, München
Roland Friese
Jurist, Ministerialrat a.D., aktiver Hospizhelfer, Augsburg

Daten

Di, 23.02.2010, 19:30 Uhr

Annahof, Hollbau, Veranstaltungsraum
Im Annahof 4, 86150 Augsburg
Preis: 4,-/ 3,- Euro