Organspende und Kommunikation (Beratungs- und Forschungsprojekt)

1990 haben sich die beiden großen Kirchen in Deutschland prinzipiell für die Organspende als Ausdruck der Nächstenliebe ausgesprochen. Gleichwohl sind die Hirntoddefinition, die Umstände des Verfahrens, die Kommunikation im Zusammenhang der Entscheidung ethisch umstritten. Die Koordinationsstelle für Medizinethik der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern erarbeitet aktuell ethische Kriterien und Materialien für eine Verbesserung der Kommunikation im Kontext der Organentnahme.

Unter anderem wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Ethik der südbayerischen Krankenhausseelsorger und Krankenhausseelsorgerinnen eine Liturgie zur Verabschiedung von hirntoten Organspendern vor und nach der Organentnahme entwickelt.

Ein Forschungsprojekt über „Ethische und kommunikative Aspekte des Angehörigengesprächs im Krankenhaus im Zusammenhang der Organentnahme“ ist derzeit in Vorbereitung.

Kooperationspartner

>> Arbeitskreis Ethik der Evang. Krankenhausseelsorger Südbayern

>> Deutsche Stiftung Organtransplantation – München

Veröffentlichungen

Elisabeth Hildt und Barbara Hepp (Hg.), Organtransplantationen. Heteronome Effekte in der Medizin, Leipzig 2000 (am TTN erschienen)