Pränatale Diagnostik: Bedeutet ein geringeres medizinisches Risiko eine größere ethische Herausforderung?

Die mögliche Zulassung eines Bluttest zur Diagnose von Trisomie 21 bei Föten als Kassenleistung belebt die ethische Debatte um den sogenannten Praenatest im Allgemeinen. In ihrem Essay reflektiert die Biochemikerin und Journalistin Kathrin Zinkant über die verschiedenen Argumentationsstrategien in diesem moralischen und gesellschaftspolitischen Diskurs. Dabei weist sie insbesondere darauf hin, dass die tatsächlichen Konsequenzen einer gendiagnostischen Untersuchung während der Schwangerschaft bisher unzureichend empirisch erfasst wurden.