Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrates zur Regelung der Suizidbeihilfe

Am 18.12.2014 verabschiedete der Deutsche Ethikrat seine Ad-hoc-Empfehlung zur Regelung der Suizidbeihilfe. Darin fordert er eine Verstärkung der Suizidprävention, bestätigt die geltenden gesetzlichen Regelungen des frei verantwortlichen Suizids als "in Einklang mit den Prinzipien eines freiheitlichen Verfassungsstaates" und lehnt eine gesonderte gesetzliche Regulierung der Suizidbeihilfe seitens der Ärzte oder anderer Berufsgruppen mehrheitlich ab. Während Beihilfe zum Suizid in Ausnahmefällen in einem vertrauensvollen Arzt-Patienten-Verhältnis als Gewissensentscheidung respektiert werden solle, seien auf Dauer angelegte, öffentliche Angebote des  assistierten Suizides zu verbieten: "Eine Suizidbeihilfe, die keine individuelle Hilfe in tragischen Ausnahmesituationen, sondern eine Art Normalfall wäre, etwa im Sinne eines wählbaren Regelangebots von Ärzten oder im Sinne der Dienstleistung eines Vereins, wäre geeignet, den gesellschaftlichen Respekt vor dem Leben zu schwächen."

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