Ein neuer Genmais auf Deutschlands Feldern?

Der Genmais 1507 der Firma Pioneer steht vor einer Zulassung durch die EU-Kommission. Diese wird wohl positiv ausfallen, denn aus Sicht der Biosicherheitsforschung finden sich keine Einwände, die eine Gefährdung von Mensch und Umwelt wahrscheinlich machen. Der FAZ-Redakteur Joachim Müller-Jung fasst diesbezüglich zwei neue US-amerikanische Studien zu Genpflanzen mit eingebautem Insektenvernichtungsmittel zusammen, die der Insektenkunde-Verband jetzt in Fachjournalen publiziert hat. Diese kommen zu dem Urteil, dass Bt-Mais harmloser als viele der herkömmlich auf den Feldern versprühten Insektiziden ist und auch keine Schädigung von nützlichen Bodeninsekten vorliegt.

Gleichwohl: Trotz der wissenschaftlichen Unbedenklichkeit fühlen sich zahlreiche Menschen durch den Genmais in ihrer Sehnsucht nach einem gentechnikfreien Anbau von Pflanzen beeinträchtigt. Zu Unrecht, meint der FAZ-Redakteur Jan Grossharth, denn der Anbau in Deutschland ist für den überwiegenden Anteil der Landwirte entweder unrentabel oder wegen der Nulltoleranz-Regel für Ökobauern oder Saatgutvermehrer haftungsrechtlich bedenklich.