Massentierhaltung auf Kosten der Gesellschaft

Bedingung der Möglichkeit, dass die deutsche Fleischindustrie massenweise Billigfleisch für den Weltmarkt herstellt, ist, dass sie selbst nicht die wahren Kosten trägt. Der Spiegel geht in dem Artikel "Schlacht-Plan" auf diese von der Gesellschaft getragenen Kosten und eingegangenen Gefahren der industriellen Tierhaltung ein, die horrend sind: Umweltschäden (Stichwort: Trinkwasserverunreinigung), Bildung multiresistenter Keime durch Antibiotikaeinsatz, Lohn-Dumping, Subventionen in Milliardenhöhe, hoher Verbrauch von Wasser und Ackerflächen, Geruchs- und Keimbelastung der Anwohner sind nur einige von ihnen.

Dementsprechend mehrt sich in der Bevölkerung der Widerstand gegen die rasant fortschreitende Ausbreitung immer größerer Tierfabriken. Der Zeit-Artikel geht auf die Diskrepanz zwischen den skeptischen bis ablehnenden Einstellungen in der Bevölkerung gegenüber Großmastbetrieben und der mut- wie konzeptlosen Haltung von SPD und Union ein, die keinen Schritt in Richtung einer wirklichen Agrarwende gehen.