Weltmarkt und Welthunger

Heutzutage sind (noch) genügend Nahrungsmittel für alle Menschen vorhanden - dennoch hungern weltweit knapp 842 Millionen (!) Menschen (siehe Bericht der FAO). Der Zeit-Artikel sucht nach Ursachen für den weltweiten Hunger und kommt dabei unter anderem auf die komplexen Mechanismen des modernen Getreidemarktes zu sprechen. Mit Grundnahrungsmitteln und Land lassen sich an der Börse hohe Renditen erzielen, ärmere Staaten aber, die einen Großteil ihrer Anbauflächen an ausländische Investoren verkaufen oder verpachten, können die Weltmarktpreise für Getreide nicht aufbringen. Die Lebensmittelpreise sind durch den überhitzten Anlagenmarkt, die gestiegene Nachfrage nach Getreide für Tierfutter und Biosprit, Wettereinflüsse wie Dürren und Stürme und anderes mehr in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen (allein der Maispreis hat sich in den letzten zehn Jahen verdreifacht) und stetigen Schwankungen unterlegen, was zur Folge hat, dass sich unzählige Menschen in den ärmeren Ländern Grundnahrungsmittel nicht mehr in ausreichender Menge leisten können.