Einladung zur Podiumsdiskussion: Gibt es eine Zukunft ohne Müll?

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Datum: 
8. Mai 2013 - 18:15
Ort: 
Center for Advanced Studies der Ludwig-Maximilians-Universität München, Seestraße 13 80802 München

In Deutschland ist das Müllaufkommen in den letzten Jahren trotz zunehmenden Wirtschaftswachstums zurückgegangen, die Recyclingquote von Verpackungen hat sich in den letzten zehn Jahren sogar auf nahezu 80 Prozent verdoppelt. Abfall ist für einige Experten ökologisch wünschenswert, weil er Energie enthält und diese wiedergewonnen werden kann.

Ist die Geschichte der Abfallwirtschaft also eine Erfolgsgeschichte? Oder haben wir die Müllproblematik – wie Ethiker und Kulturkritiker betonen – einfach in den Globalen Süden verschoben? Führt die Abfallproblematik weltweit zu unhaltbaren Veränderungen unserer Umwelt, oder ist Umwandlung von Müll eines der lösbaren Probleme des 21. Jahrhunderts? Was können wir von neuen Technologien der Abfallwirtschaft erwarten? Und schließlich: Welche Zukunftspläne gibt es in München für die Abfallentsorgung?

Die Podiumsdiskussion, die den offiziellen Auftakt des CAS-Forschungsschwerpunkts „Müll in Umwelt und Gesellschaft“ markiert, stellt bewusst große Fragen an Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik.

Es diskutieren:

  • Eveline Dürr, Professorin für Ethnologie an der LMU und Expertin für urbanen Müll in globaler Perspektive
  • Martin Faulstich, Direktor des Umwelttechnik-Instituts CUTEC der TU Clausthal und Vorsitzender
    des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung
  • Heide Rieke, Stadträtin, umweltpolitische Sprecherin der Landeshauptstadt München und Verwaltungsbeirätin des Abfallwirtschaftsbetriebs München
  • Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der LMU und Berater der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz
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