Sendungsreihe "Why poverty?"

Armut ist auch heute noch eines der weltweit größten Probleme. In einer Sendungsreihe gehen Arte und 70 weitere internationale Fernsehkanäle mit verschiedenen Dokumentationen dem Problem der Armut auf den Grund. Stellvertretend für viele facettenreiche Dokumentationen seien hier drei Sendungen vorgestellt: In der originellen Animation "Armutszeugnis" wird der Zuschauer von der Steinzeit bis in unsere Tage durch die Geschichte der Armut getragen und erlebt sie in exemplarischen Situationen aus der Ich-Perspektive mit, aber immer mit Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge, die Menschen oder ganze Gesellschaften zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort in Not brachten.

Die kritische Sendung "Gemachte Armut" dokumentiert, wie auch im trotz Wirtschaftskrise nach wie vor verhältnismäßig reichen Europa die Armut wieder einzieht. Am Beispiel von Familien in Spanien, Frankreich und in Deutschland wird gezeigt, welche politischen Entscheidungen Menschen und vor allem Kinder an den Rand der Gesellschaft drängen oder dort stehen lassen. Im reichen Europa ist Armut ein Stigma.

Die Dokumentation "Der ausgeraubte Kontinent" schließlich beleuchtet internationale Wirtschaftsbeziehungen und ihre Rolle bei der Zementierung von gesellschaftlicher Armut und Not am Beispiel des schweizerischen Konzerns "Glencore", der 2011 mit sambischen Rohstoffen wie Kupfer einen Nettoumsatz von 9,6 Milliarden Dollar machte, während in Sambia selbst 60% der Bevölkerung von weniger als 1 Dollar pro Tag lebt und 80% der Menschen arbeitslos sind.  Zum Verkauf seiner Kupferminen wurde das vor dem Staatsbankrott stehende Sambia im Jahr 2000, als die Kupferpreise am Boden lagen, durch erpresserische Kreditbedingungen gezwungen.