Evangelischer Theologe Peter Dabrock wird Mitglied im Vorstand des Deutschen Ethikrates

In seiner Sitzung am 26. April 2012 wählte der Deutsche Ethikrat den evangelischen Theologen Peter Dabrock in den vierköpfigen neuen Vorstand, dessen Vorsitzende künftig die Kölner Medizinethikerin Christiane Woopen ist. Dabrock, der seit 2010 die Professor für Systematische Theologie (Ethik) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg innehat, wurde erst in 2012 von Bundestagspräsident Norbert Lammert als Mitglied in den Ethikrat berufen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung hat der Ethikrat begonnen, über sein künftiges Arbeitsprogramm zu beraten. Es wurde eine erste Arbeitsgruppe zum Thema Hirntod eingerichtet, die bis zur nächsten Sitzung im Juni das Thema strukturieren soll. Parallel dazu wird der Ethikrat die Beratungen zum Thema Gendiagnostik fortführen, die er – im Auftrag der Bundesregierung – bereits im Dezember 2011 aufgenommen hatte. Des weiteren wurde das Themenfeld „Forschung in Entwicklungsländern, Patentierung und Probandenschutz“ für eine öffentliche Veranstaltung in den Blick genommen.

Der Deutsche Ethikrat war im April 2008 auf der Grundlage des Ethikratgesetzes vom 16. Juli 2007 eingesetzt und beauftragt worden, die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft zu verfolgen, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben. Seine Mitglieder repräsentieren in besonderer Weise naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Belange. Zu seinen Mitgliedern zählen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den genannten Wissenschaftsgebieten; darüber hinaus gehören ihm anerkannte Personen an, die in besonderer Weise mit ethischen Fragen der Lebenswissenschaften vertraut sind.