RETHINK: Minipigs as models for the toxicity testing of new medicines and chemicals (Forschungsprojekt 2006 - 2007)

Medizinischer Fortschritt und die Entwicklung neuer Medikamente sind untrennbar mit Tierversuchen verbunden. Um hier die Belastungen und die Anzahl der Tiere gering zu halten, müssen die Tiermodelle sorgfältig für den Versuchszweck ausgewählt werden, da nur so valide Ergebnisse mit möglichst wenigen Tieren erreicht werden können.

Das Schwein spielt hier eine wichtige Rolle, da es in vielen biologischen Eigenschaften dem Menschen ähnelt. Sei es anatomisch, physiologisch oder biochemisch, Schweine scheinen aufgrund dieser Ähnlichkeiten ein geeignetes Modell für die Erforschung neuer Medikamente und Toxizitätstests zu sein.

Die Fragestellung von RETHINK war es, ob das Göttinger Mini-Pig, ein besonders klein gezüchtetes Hausschwein, ein geeignetes Modell für gesetzlich vorgeschriebene Toxizitätstests neuer Medikamente und Chemikalien (z.B.: REACH) sein kann und welche Vorteile sich im Vergleich zu anderen Tiermodellen ergeben.

Dabei stand im Zentrum, ob dieses Tiermodell neben validen Daten auch positive Effekte im Sinne der 3Rs (reduction, replacement, refinement) verspricht. So wurden fünf Bereiche definiert und in Expertenkreisen beforscht:

•    Animal welfare issues
•    Ethical issues
•    Development of new medicines and chemicals
•    Safety testing issues
•    Genomics and emerging technologies issues

Das Projekt brachte rund 30 international ausgewiesene Experten zusammen, um diese Thematik in Arbeitsgruppen zu diskutieren und zu bewerten. Die Arbeitsgruppen erarbeiteten einen detailierten Bericht zu den Potentialen des mini-pigs als alternatives Tiermodell, wobei TTN in der „Ethics group“ durch Herwig Grimm vertreten war. Die Ergebnisse werden in Form eines Berichtes publiziert und den relevanten Stakeholdern zur Verfügung gestellt.