Neue Publikation: Friedemann Voigt, Religion in bioethischen Diskursen

Die Bedeutung von Religion in bioethischen Diskursen hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. Ein im Sommer 2010 im Verlag de Gruyter erschienener Sammelband, der von dem Münchner Theologen Friedemann Voigt herausgeben wird, untersucht die Verflechtungen von Religion und Bioethik im interreligiösen und internationalen Vergleich.

Es geht um den Einfluss, den die Kirchen und religiöse Akteure auf politische Entscheidungsprozesse nehmen sowie um die religiöse Prägung von Mentalitäten, Argumentationen und Begriffe. Die Beiträge des Buches gehen auf eine Tagung der Forschergruppe "Religion in bioethischen Diskursen" zurück, die deren Leiter PD Dr. Friedemann Voigt im Februar 2009 im Münchner Kompetenzzentrum Ethik der LMU München organisiert hatte. Gegenstand des Bandes ist die plurale religionskulturelle und theologische Fassung bioethischer Themen in Europa und Israel. Insbesondere die theologischen Beiträge machen deutlich, dass dieser Pluralismus nicht nur als ethisch und theologisch legitim erachtet wird, sondern diese Position sich selbst als eine ethische Gestaltungsaufgabe versteht. "In der nicht selten aufgeheizten bioethischen Diskurslage" ist es die Intention von Herausgeber und Autoren, "die bioethische Debatte selbst als einen Lern- und Bildungsprozess zu begreifen, der reflexiv begleitet werden soll." (15)

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