Grüne Gentechnik Studie der Universität Zürich: Wesentlich geringere Ernte im Feldversuch

Forscher der Universität Zürich untersuchten Möglichkeiten der gentechnischen Veränderung von Weizen, um ihn gegen den Mehltau-Pilz resistent zu machen. Hierzu muss das Erbmaterial  nur um ein einziges Gen ergänzt werden. Hinsichtlich des Ernteertrages zeigte sich dabei Erstaunliches: Im Treibhaus konnte der Ertrag verdoppelt werden. Am freien Feld hingegen war das Resultat umgekehrt: Die Resistenz gegen den Pilz war zwar auch hier wirksam, trotzdem war die Ernte weit geringer. Erklärung(sversuch): Am Feld hat es der Pilz schwerer als im Gewächshaus, dafür setzen dem Weizen Trockenheit, Insektenbefall und die Konkurrenz mit den Nachbarpflanzen zu. Der Leiter der Studie, Bernhard Schmid, zeigte sich überrascht: Ihm seien bislang keine wissenschaftlichen Publikationen bekannt gewesen, die von solch großen Nebeneffekten eines einzelnen Gens berichteten. Das Experiment zeige jedenfalls, dass Feldversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen wichtig sind.

Die Studie wurde im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen" (NFP 59) durchgeführt. Der Abstract ist online abrufbar.