Präimplantationsdiagnostik (PID): Inwieweit führt ein Gendefekt zu einer Krankheit?
Im Zuge des Urteils des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik wird intensiv darüber diskutiert, inwieweit ein Gendefekt tatsächlich zu einer Krankheit führt. Bis vor kurzem war die PID hierzulande verbiten. Nun steht diese Methode den Ärzten offen, wenn die Eltern die Veranlagung für eine schwere, erbliche Krankheit in sich tragen: Wenige Tage nach der künstlichen Befruchtung werden dem Embryo ein oder zwei Zellen entnommen. Da es technisch nicht möglich ist, das gesamte Erbgut nach dem Zufallsprinzip zu testen, müssen die Genetiker genau wissen, nach welchen möglichen Veränderungen sie suchen. Im Labor wird demnach gezielt ein einzelner Genabschnitt untersucht. Derart soll die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass die Frau einen Embryo ohne Gendefekt eingesetzt bekommt. Ist die PID aber nun eine adäquate Hilfe für Eltern, die sich ein gesundes Kind wünschen?

