Trotz Anbauverbots: Genmais auf Feldern in sieben deutschen Bundesländern

Trotz des Anbauverbots ist in sieben Bundesländern mit Genmais vermischtes Saatgut gepflanzt worden. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium bestätigte diesbezügliche Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Betroffen sind Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig- Holstein.

2009 hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau der genmanipulierten Maissorte MON 810 verboten. Diese war bis zu diesem Zeitpunkt die einzige genmanipulierte Pflanze, die in Europa zum Anbau zugelassen ist.

Der Mais wird nun vernichtet werden. Doch selbst wenn er geerntet worden wäre, hätte dies laut dem Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, keine Gefährdung der Verbraucher bedeutet. So gäbe es keine Studien, die Gesundheitsgefahren belegten.  Greenpeace sieht das anders und bezieht sich dabei auf Tierversuche, bei denen sich eine signifikante Veränderung der Blutwerte von Leber und Niere gezeigt hätte. Der Konflikt geht also in die nächste Runde.