Grüne Gentechnik

Fortschritt oder Hybris?

„Grüne Gentechnik“ oder „Agrogentechnik“ bezeichnen die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft und in der Nahrungsmittelproduktion. In der Bevölkerung ist diese Technologie in hohem Maße umstritten. Kritiker verweisen auf den nicht verantwortbaren Umgang mit der Natur, die unkontrollierbaren Folgen für die Ökosysteme, Ausweitung der Saatgutmonopole und die Existenzbedrohung für Landwirte, die auch weiterhin gentechnikfrei produzieren wollen. Befürworter erblicken dagegen in der Grünen Gentechnik eine Zukunftstechnologie, die nicht nur eine ressourcenschonende und zugleich effiziente Landwirtschaft ermöglicht, sondern auch einen relevanten Beitrag zum Problem der Welternährung leisten kann. 

Wissen wir genug, um Entscheidungen verantwortlich zu treffen?

Die Frage, wie mit Forschung und Kommerzialisierung der Grünen Gentechnik politisch umzugehen ist, erfordert einen sachorientierten Diskurs über ihre ethischen Implikationen. Dabei spielen insbesondere das Verhältnis von Menschen zur Natur, die Integrität des Lebens, Fragen des Nichtwissens und die gerechtfertigte Begrenzung der Forschungsfreiheit eine wichtige Rolle.

In christlicher Sicht machen Fragen der Gerechtigkeit und der Umweltverantwortung eine theologisch verantwortete Auslegung des Schöpfungsverständnisses notwendig.  Darüber hinaus geht es um die Frage der ethischen Rechtfertigung unseres Fortschrittsverständnisses, dass technische Innovation und gesellschaftlichen Wohlstand als soziale wie ökonomische Voraussetzung der Entfaltung individueller Freiheitsrechte versteht.

 

 

 


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Bild: © pixelio.de/samossi