Ethik News

Die Ethik News liefern Nachrichten und aktuelle Informationen aus dem weiten Themenfeld der angewandten Ethik.

Forschungspolitik: Neue wissenschaftliche Expertise für die EU

Nachdem der Posten der wissenschaftlichen Chefberaterin der EU Kommission im letzten Jahr gestrichen wurde, soll nun ein neues, unabhängiges Expertengremium, bestehend aus sieben Wissenschaftlern, die Beratungsfunktion übernehmen. In Wissenschaftskreisen wird dieser Vorstoß angesichts der starken Interdependenz von Forschung und Politik grundsätzlich begrüßt. Hinsichtlich des Aufbaus und der Befugnisse der neuen Beratungsebene bleiben bisher jedoch noch viele Fragen offen.

Umweltbundesamt: Bericht zum Klimawandel und seinen Folgen in Deutschland

Der umfangreiche, Indikator-basierte Monitoring-Bereicht informiert nicht nur über die empirisch ermittelten, regionalen Klimaveränderungen in Deutschland. Darüber hinaus wurden die Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur, aber auch für gesellschaftliche Bereiche wie Verkehr und Infrastruktur, Bauwesen und Finanzwirtschaft untersucht. Der Bereicht dient der Beurteilung der "Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel" (DAS), die 2008 beschlossen wurde.

Interview mit Peter Singer: "Ein Embryo hat kein Recht auf Leben"

Die NZZ sprach mit Peter Singer über klassische Fragen der Bio- wie der Tierethik: Welchen Umgang schulden wir Tiere? Ist Sterbehilfe moralisch erlaubt? Führt PID langfristig zur Diskriminierung von "Behinderten"? Singers Antworten sind gewohnt prägnant - und werden kontrovers diskutiert.

Zeitschrift zur Mensch-Tier-Beziehung: Neue Ausgabe TIERethik 2015 ist erschienen

Die neue und erste Ausgabe für das Jahr 2015 der TIERethik-Zeitschrift ist erschienen. Das Titelthema lautet: Sind wir Tiere? TIERethik ist die erste deutschsprachige Zeitschrift in der Wissenschaft, die sich ausschliesslich mit der Thematik der Mensch-Tier-Beziehung beschäftigt. TIERethik diskutiert auf geisteswissenschaftlicher Ebene über den Umgang mit Tieren. Dabei werden ethische Fragestellungen aus allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen berücksichtigt, die sich kritisch mit dem Mensch-Tier-Verhältnis beschäftigen.

Großer Zuspruch für Tierwohl-Initiative

Die erste bundesweite branchenübergreifende Initiative "Tierwohl", wird nach aktuellem Stand von Tierhaltern gut angenommen. Der Landvolk-Pressedienst meldet anhand seiner Recherchen, dass deutlich mehr Tierhalter Interesse an diesem Programm haben, als zunächst erwartet wurde.

"Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt" - zum Tod des faszinierenden Philosophen Odo Marquard

Er war ein geistreicher, thesenstarker aber dabei immer zugleich werbender Philosoph. In seiner "Philosophie des Stattdessen", oder - früher noch - "Abschied vom Prinzipiellen" ging es eben nie um das Ganze, das es zu verwirklichen gelte, sondern um einen humanen Umgang mit den zutiefst menschlichen Kompensationen, ohne die die Suche z.B. nach Glück oder dem Guten nicht zu ertragen ist. Gerade Ethikdebatten um Technologiekonflikten konnten bei Marquard lernen, wie man das rechte Maß findet. Am 9.

Wozu braucht man Tierversuche für die Grundlagenforschung?

Nach monatelangen Drohungen hat der Tübinger Hirnforscher Nikos Logothetis angekündigt, seine Affenversuche einzustellen. In einer Erklärung machte der Wissenschaftlers deutlich, dass er nicht etwa Kognitionsforschung an nichtmenschlichen Primaten für ersetzbar hält, wie das Tieraktivisten anschließend kolportierten, sondern dass er sich außerstande sieht, dem psychischen Druck weiter standzuhalten.

Podiumsdiskussion: Probleme der Landwirtschaft

Bei einer Podiumsdiskussion, veranstaltet vom Katholischen Kreisbildungswerk in Kooperation mit dem Institut TTN, wurden zentrale Probleme der Landwirtschaft in den Fokus genommen: Mit welchen Erwartungen ist sie konfrontiert? Gibt es Entfremdungstendenzen zwischen Bürgern und Landwirten? Die Süddeutsche.de berichtet.

Max-Planck-Institut: Versuche an Affen werden eingestellt

Das Institut für biologische Kybernetik der Max-Planck-Gesellschaft wird zukünftige Laborversuche an Affen einstellen. Stattdessen soll zu Forschungszwecken mit Nagetieren gearbeitet werden. Genaue Gründe für den Versuchsstopp an Affen nannte der Institutsleiter nicht. In einer veröffentlichten Erklärung auf der Webseite der Max-Planck-Gesellschaft werden Anfeindungen durch Tierschützer kritisiert. Der Tübingener Oberbürgermeister Boris Palmer bedauert den Schritt, wohingegen die Landestierschutzbeauftrage in Baden-Württemberg sich erleichtert zeigt.

 
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