Projekt "Landwirtschaft zwischen Idyll und Dystopie" - Beteiligte Personen

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Das Kooperationsprojekt des Instituts TTN und des Center for Advanced Studies (CAS) der LMU München beschäftigt sich mit der Debatte um die Grüne Gentechnik (GGT) und die gesellschaftliche Auseinandersetzung um das Mensch-Natur Verhältnis.

Das Verbot der Maissorte MON810 führte in der Debatte um die GGT zu einer neuerlichen Thematisierung der Risiken und Verantwortung wissenschaftlicher Forschung, politischer Entscheidungsfindung angesichts neuer Risikotechnologien und Orientierung der Landwirtschaft. In einem Kooperationsprojekt des Instituts TTN und des CAS beschäftigt sich eine interdisziplinäre Forschergruppe mit der Hypothese, dass in der Debatte um die GGT die gesellschaftliche Auseinandersetzung um das richtige Mensch-Natur Verhältnis kulminiert. Dabei rekurriert die Bewertung auf Naturbilder, die für eine bestimmte, normativ geregelte Mensch-Natur Beziehung stehen, wobei dieses stets über Landwirtschaft vermittelt ist. In der Landwirtschaft wird die Mensch-Natur Beziehung praktisch realisiert, folglich verwundert es nicht, dass der Konflikt genau an dieser Stelle deutlich wird. Ziel des Projektes ist es, die Naturbilder und Vorstellungen einer angemessenen Mensch-Natur Beziehung in der Debatte um die GGT zu explizieren. Durch die ethische Reflexion dieser Naturbilder lassen sich neue Perspektiven für die Verantwortung von Forschung und Landwirtschaft gewinnen. Auf diese Weise soll es möglich werden, mögliche Zukunftsszenarien zu vergleichen und einzuschätzen und den Konflikt um die GGT besser zu verstehen. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird mit einer wissenschaftlichen Publikation 2012 abgeschlossen.

Informationen zu den beteiligten Personen finden Sie hier in Kürze: