Ambient Assisted Living (AAL): Ethische Fragen im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme

Unter dem Programmnamen Ambient Assisted Living (AAL) wird die Entwicklung technischer Assistenzsysteme und begleitender Dienstleistungen voran gebracht. Die Systeme sollen im Hintergrund agieren, sich am Hilfebedarf des Nutzers orientieren und dabei nicht beeinträchtigen oder stören. So unterstützen sie Menschen beispielsweise in ihrer täglichen Haushalts- und Lebensführung (z.B. automatische Herdabschaltung, Kommunikations-dienstleistungen) und bei gesundheitlichen Maßnahmen (z.B. elektr. Medikamentenbox, Sturzdetektoren, Notfallruf, Monitoring und Steuerung von Vitalparametern).

Neben der Zielsetzung des (Rück-)Gewinns an Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe durch AAL, soll zudem den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnet werden, denn immer mehr Pflegebedürftige stehen immer weniger Pflegenden gegenüber. Hier zeichnet sich bereits heute ein personeller Engpass ab, der mit der Sorge um eine menschengerechte Versorgung der Hilfe- und Pflegebedürftigen einhergeht. 

Doch kann AAL hier eine Lösung sein? Wie steht es mit den ethischen, anthropologischen, sozialen und rechtlichen Aspekten, die mit der Einführung solcher Systeme verbunden sind? Welche individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen kann die Nutzung technischer Assistenzsysteme haben? 

Das Institut TTN nimmt die ethische Begleitforschung um AAL als einen neuen Arbeitsschwerpunkt wahr, um den Anbietern, Entwicklern und Nutzern von AAL in Folge einer projektierten Studie ein handhabbares Instrument zur ethischen Bewertung technischer Assistenzsysteme an die Hand zu geben.

 

 

 

> BMBF-Begleitstudie zu AAL
> Kurzbeschreibung der Studie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: © Benedikt Tulinius